Für Ilja Matuhin (92 kg/FR) hätte es der Höhepunkt des Jahres werden können, bei den Weltmeisterschaften der U-23 präsentierte sich der Ringer aus Luckenwalde in glänzender Form und stand kurz vor einer riesigen Überraschung. In der Qualifikation ließ der Freistilspezialist dem Kirgisen Dinislambek Taalaibek Uulu beim vorzeitigen 10:0 durch technische Überlegenheit keine Chance und im Achtelfinale packte Matuhin gegen den Ukrainer Vasyl Sova gleich zum Beginn des Kampfes einen Schulterwurf aus und stellte den amtierenden Vize-Europameister dieser Altersklasse gleich einmal in die Ringerbrücke. Doch der Ukrainer kämpfte sich heraus und holte bis zum 5:6 zur Pause auf. Mit zwei Beinangriffen ging Sova in der zweiten Runde des Duells selbst in Führung, als Matuhin kurz vor dem Schlusspfiff beim Stand von 6:9 alles auf eine Karte setzte und dann noch abgefangen und geschultert wurde.

Johannes Deml (86 kg/RWG Mömbris-Königshofen) hatte mit Gadzhimurat Magomedsaidov (AZE) gleich einen der stärksten Ringer dieser Gewichtsklasse zum Kontrahenten, gegen den er noch in der ersten Runde des Achtelfinals im Bodenkampf ausgepunktet wurde.

Beide Kämpfer müssen nun ihren gegnern die Daumen drücken, denn nur wenn Sova und Magomedsaidov am Abend des zweiten Kampftages der Weltmeisterschaft das Finale erreichen, können die beiden Deutschen Freistilringer in der Hoffnungsrunde am Mittwochmorgen neu angreifen.

Ausgeschieden sind die beiden Starter des ersten Kampftages, Viktor Lyzen (57 kg/KSV Köllerbach) verlor seinen Auftaktkampf gegen Ramis Gamzatov (RUS) mit 0:5 Zählern, Erik Thiele (97 kg/KAV Mansfelder Land) hatte gegen den Weltmeister der U23 des letzten Jahres, Givi Matcharaschwili (GEO), mit 2:5-Punkten das Nachsehen. Da Gamzatov und Matcharaschwili  das Finale verpassten, blieb den beiden Schützlingen von Bundestrainer Marcel Ewald der Neueinstieg über die Hoffnungsrunde verwehrt.