Sechs Wochen nach den für die deutschen Juniorenringer überaus erfolgreich verlaufenen Europameisterschaften von Rom (ITA), stehen nun für diese Altersklasse die Weltmeisterschaften an, die am 17. September im slowakischen Trnava angepfiffen werden.  „Hier wächst eine starke Generation heran“, schwärmte der Präsident des Deutschen Ringer- Bundes Manfred Werner nach insgesamt 7 (!) Medaillen, die in Rom durch die DRB-Juniorenauswahl erkämpft wurden.

Doch bei den Weltmeisterschaften dürften die Trauben weitaus höher hängen. Zwar kommt ein Großteil der Weltspitze in allen drei Stilarten aus Osteuropa, doch stoßen nun mit Iran, Kasachstan, Korea, China und Japan, sowie die USA und Kanada weitere Nationen hinzu, deren Athleten dem Ringkampf ebenso ihren Stempel aufdrücken.

„Respekt ja, Furcht nein“, so das Motto der deutschen Mattenfüchse mit Blick auf die letzten Weltmeisterschaften der Frauen und Männer, wo durch Frank Stäbler Gold-, Aline Focken-Rotter und Denis Kudla Silber, sowie Pascal Eisele Bronze erkämpft wurde.

Für die deutschen Junioren ist es der erste Schritt auf die große, internationale Bühne. „… bei den Junioren sollte man zumindest schon einmal angeklopft haben, sonst wird es schwer, dann im Männer- oder Frauenbereich noch in die Spitze hinein zu stoßen“, so Maik Bullmann, der bei Weltmeisterschaften selbst schon drei Mal auf dem obersten Treppchen stand und 1992 in Barcelona Olympiasieger wurde. Heute betreut er den Ringernachwuchs im griechisch-römischen Stil.

Mit Europameister Andrej Ginc (60 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.), Vize-Europameister Franz Richter (130 kg/AVG Markneukirchen), dem EM-Fünften Anthhony Sanders (72 kg/ESV München-Ost), sowie Van Meier (63 kg/ASV Urloffen) und Nikolaos Papadopoulos (87 kg/SV Ebersbach) greifen ab Montag 10 Uhr 5 Griechisch-Römisch-Spezialisten erneut nach Titel und Medaillen.

Auch bei den Juniorinnen sind mit den Ellen Riesterer (50 kg/SV Freiburg-Haslach), Serena Bölke (57 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.), Debora Lawnitzak (59 kg/SV Luftfahrt Berlin) und Eyleen Sewina (65 kg/RSV Rotation Greiz) alle Medaillengewinnerinnen von Rom, nun auch in Trnava vertreten. Dazu Anne Nürnberger (55 kg/KSC Motor Jena) und Janny Somermeyer (62 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.), die im EM-Viertelfinale unglücklich unterlagen und nun ebenso neu Anlauf nehmen.

Die Freistilringer greifen nach den griechisch-Römisch-Spezialisten und den Juniorinnen an den letzten drei Kampftagen ins Geschehen ein, angeführt vom EM-Bronzemedaillengewinner Ertugrul Agca (92 kg/TV Essen-Dellwig) und den EM-Fünften Kevin Lucht (74 kg/KSV Pausa).
Die beiden Hessen Johannes Deml (86 kg) und Tino Rettinger (70 kg/beide RWG Mömbris-Königshofen), sowie Horst Lehr (55 kg/VfK Schifferstadt) vervollständigen die Freistilmannschaft um Nachwuchs-Bundestrainer Marcel Ewald.

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Eine WM-Medaille hat Andrej Ginc (60 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) schon, die er bei den Kadetten 2015 in Sarajevo (BIH) gewann, nachdem er in Subotica Vize-Europameister geworden war. Nun greift Andrej Ginc bei den Junioren erneut an.
Foto: J. Richter