Das Aushängeschild des deutschen Ringkampfsportes, Frank Stäbler (72 kg/KSV Musberg), steht bei den Europameisterschaften in Rom im Finale und setzt damit gleich zum Beginn des olympischen Jahres ein Achtungszeichen. Auch der Europameister von 2018, Adam Kurak (RUS) konnte den dreifachen Weltmeister aus Musberg nicht stoppen, Stäbler fegte den russischen Spitzenringer im Halbfinale, mit 11:1 regelrecht von der Matte. Der Gegner am morgigen Abend ist Juri Lomadze (GEO), der im bisherigen Turnierverlauf mit sehenswerten Würfen glänzte.

Souveräne Siege schon in den Vorrundenkämpfen: Im Achtelfinale gewann Stäbler gegen Anatolie Popow (MDA) mit 8:0 und wies dann im Viertelfinale auch Ulvu Ganizade (AZE) mit dem gleichen Ergebnis vorzeitig durch technische Überlegenheit in die Schranken.

Hannes Wagner (82 kg/AC Lichtenfels) steht am Mittwochabend im Kampf um Bronze, der Korbstädter verlor seinen Halbfinalkampf gegen Daniel Aleksandrow (BUL) mit 3:7, nachdem er im Auftaktduell Filip Sacic (CRO) mit 8:0 und im Viertelfinale den Ukrainer Andrii Antoniuk mit einem 3:2-Arbeitssieg bezwungen hatte.

Eine Medaille hat das deutsche Griechisch-Römisch-Team bereits: Jello Krahmer (130 kg/ASV Schorndorf) holte nach einem schweren Arbeitssieg gegen den U23-Weltmeister des Vorjahres, Arvi Savolainen (FIN) die Bronzemedaille und damit das erste Edelmetall dieser Europameisterschaft für Deutschland. Krahmer, der am ersten Kampftag mit Sieg und Niederlage ins EM-Turnier startete, gewann seinen Hoffnungsrundenkampf gegen den Italiener El Mahdi Roccaro souverän mit 9:0 und schob sich damit ins kleine Finale um Bronze.

Ausgeschieden ist am zweiten Wettkampftag Witalis Lazowski (67 kg/SV Wacker Burghausen), der gegen Gorgi Schotadze (GEO) nur knapp mit 2:3 das Nachsehen hatte.