„Wir freuen uns auf unseren ersten Heimkampf gegen Wacker Burghausen“, sagt Manager und sportlicher Leiter Mario Besold vor der Premiere der Grizzly Nürnberg in der Ringer-Bundesliga gegen die Ostbayern. Am Samstag ist es soweit. Ab 19.20 Uhr soll die Arena im Zeisigweg beben. Davor stehen noch die Vorkämpfe der zweiten und dritten Mannschaft gegen den TSV Burgebrach an.

Noch in bester Erinnerung ist der Play-Off-Hinrundenkampf im Achtelfinale, als die Johanniser dem Favoriten aus Burghausen ein 13:13-Remis abtrotzten. Vor den beiden Schlusskämpfen im Limit bis 75 Kilogramm führten die Grizzlys sogar mit 13:8. „In der Hauptrunde konnten wir Burghausen leider nicht besiegen“, verweist Besold auf die deutliche 9:18-Heimniederlage in der Vorrunde und der denkbar knappen 15:17-Auswärtsniederlage bei Wacker. Mit welcher Mannschaft der amtierende deutsche Mannschaftsmeister die Reise ins rund 270 Kilometer entfernte Nürnberg antreten wird, ist Besold genauso ein Rätsel wie Coach Matthias Baumeister. „Sie sind wie eine Wundertüte. Sie haben eine große Variabilität bei ihrer Aufstellung, da sie die Gewichtsklassen zum Teil mit zwei oder drei Ringern besetzt haben.“ Bei ihrem Heimkampf gegen Hallbergmoos hatten sie den Polen Magomedmurad Gadzhiev nicht aufgestellt. Der Vize-Weltmeister von 2017 und Vize-Europameister von 2018 wird wohl aller Voraussicht die Reise in die Norisstadt antreten. Damit würde Tim Stadelmann im Limit bis 75 Kilogramm im freien Stil auf ihn treffen. Mit Kakhaber Khubezhty steht noch ein weiterer Spitzenringer auf dem Lohnzettel der Burghauser. Der Russe könnte Gegner des türkischen Neuzugangs der Grizzlys, Soner Demirtas, sein. Der 27-jährige Europameister gibt sein Debüt für die Nürnberger. „Auf diesen Topkampf, wenn er zustande kommt, würde ich mich sehr freuen“, sagt Baumeister.

Nürnberg wird im Gegensatz zur deutlichen 5:18-Auswärtsniederlage in Hallbergmoos auf einigen Positionen sein Team umstellen. „Ich erwarte einen guten Kampf, wobei wir noch nicht die stärkste Mannschaft stellen können“, so Mario Besold. Ob es ein Wiedersehen mit Fabian Schmitt geben wird, der noch in der vergangenen Saison für Johannis auflief, bleibt abzuwarten. Insgeheim hofft Matthias Baumeister auf ein volles Haus. „Das wäre richtig cool, mit den Fans im Rücken.“

Specials gegen Burghausen

„Jeder Heimkampf in dieser Saison wird für unsere Zuschauer und Fans etwas besonders sein“, verspricht Johannis-Präsident Dino Noth. Diesmal steht der Abend unter dem Motto „Ladies Night“ und wird organisiert von der Helvetia-Versicherung. Daheimgebliebene Ringsport-Fans können über die offizielle Facebook-Seite der Grizzlys den Kampf gegen die Ostbayern live verfolgen.

Bild: In der vergangenen Saison bezwang Sven Dürmeier (rotes Trikot) den Burghauser Andreas Maier mit 8:0-Wertungspunkten. Foto: Grizzly Nürnberg