Die Überraschung blieb aus. In der DRB-Ringer-Bundesliga hat der TSV Westendorf gegen den Ligaprimus der Südost-Staffel, SV Wacker Burghausen, zwar einen starken Auftritt hingelegt, am Ende doch mit 11:20 verloren. „Wir wollten einen guten Kampf abliefern. Das ist uns auch gelungen. Die Zuschauer waren voll dabei“, bilanzierte Cheftrainer Klaus Prestele.

Die Gäste aus Ostbayern wollten im Allgäu nichts dem Zufall überlassen. Bärenstark stellte Coach Alexander Schrader sein Team auf, um auch im achten Kampf in Folge ungeschlagen zu bleiben. Nach der Waage hatte selbst Cheftrainer Klaus Prestele die Erkenntnis, dass eine Überraschung wohl ausbleiben würde. Das zeichnete sich bereits in den ersten Kämpfen ab, als der Spitzenreiter bereits die Weichen auf Sieg stellte. Markus Stechele hatte es im leichtesten Limit bis 57 Kilogramm mit Mariusz Los zu tun. Trotz großer Gegenwehr musste sich der Westendorfer mit 0:16-Wertungspunkten geschlagen geben. Einen übermächtigen Gegner hatte Matthias Kohler im Schwergewicht vor sich. Armin Majoros war nicht nur um 16 Kilogramm schwerer, sondern siegte nach 1:35 Minuten vorzeitig nach technischer Überlegenheit. Einen wahren Spitzenkampf auf internationalem Niveau erlebten die Zuschauer in der Sparkassen Arena als Mehmed Feraim auf den Vize-Weltmeister von 2016, Beka Lomtadze aus Georgien, traf. Mit 6:12 unterlag der TSV’ler und zeigte einen starken Auftritt. Ein Duell auf Augenhöhe lieferten sich auch Daniel Gastl und Ramsin Azizsir. Der Österreicher zwang den deutschen Spitzenringer, der 2017 bei der EM Bronze holte, mit 3:2 in die Knie. Den letzten Kampf vor der Pause dominierte der U23-WM-Teilnehmer Christopher Kraemer gegen Andreas Maier mit 9:1-Wertungspunkten. Die Gäste führten mit 10:4 und gaben den Vorsprung nicht mehr aus der Hand.

Im Limit bis 86 Kilogramm trat der Westendorfer Patrick Riedler gegen Johannes Batt an. Mit 5:10-Wertungspunkten musste er sich am Ende geschlagen geben. Sein Bundesligadebüt feierte Nasrat Nasratzada im Dress der Ostallgäuer gegen Markus Fürmann. Der 20-Jährige verlor in der Gewichtsklasse bis 71 Kilogramm allerdings mit 3:19-Wertungspunkten. Einen klasse Kampf erlebten die Zuschauer zwischen Michael Heiß und dem deutschen Meister Benjamin Sezgin. Obwohl der Burghauser mit 4:0 in Führung ging, drehte Heiß in der Folge mächtig auf und gewann mit 17:6, was für den TSV drei Mannschaftspunkte bedeutete. Kurzen Prozess machte Zakarias Tallroth (75 kg) gegen den Burghauser Konstantin Kainhuber. Mit 16:0 gewann er dieses einseitige Duell sehr zur Freude der Fans. Im letzten Kampf des Abends hatte Simon Einsle (75 kg) Magomedmurad Gadzhiev, den Vize-Weltmeister von 2017, zum Gegner. Der gebürtige Russe, der seit einigen Jahren die polnische Staatsbürgerschaft besitzt, siegte am Ende deutlich mit 15:0.