Wenn jetzt am Montag im russischen Kaspiisk die Europameisterschaften beginnen, werden nicht nur viele Westendorfer ganz genau dort hinschauen, sondern besonders in Tirol werden zahlreiche Daumen gedrückt. Mit Daniel Gastl (siehe Bild, rotes Trikot) steht ein bekanntes Gesicht auf der Matte. Der Tiroler, der den Allgäuern auch für die kommende Bundesliga-Saison 2018/2019 seine Zusage gegeben hat, wird im griechisch-römischen Stil auf die Matte gehen.

Für den Ringer des RSC Inzing ist es ein erster Höhepunkt im Ringsportkalender 2018. „Ich habe mich gezielt vorbereitet, viel im Boden gearbeitet, auch im technisch-taktischen Bereich und auch den Standkampf forciert“, so der Nationalringer. In den letzten Wochen war Daniel Gastl bei zahlreichen Turnieren und Lehrgängen unterwegs. Er wird im Limit bis 97 Kilogramm auf die Matte gehen. Hier erwartet der Tiroler eine ausgeglichene Klasse. „Hier kann jeder eine Medaille holen“, macht er hier deutlich. Noch im vergangenen Jahr war für ihn bei der EM in Novi Sad (Serbien) im Achtelfinale Endstation, will er es heuer etwas lockerer angehen. „Ich weiß, was ich kann. Wenn es gut läuft, ist alles möglich. Wenn nicht, bist du halt schnell draußen.“ Einen Erfolgsdruck verspüre er nicht. Einen starken Eindruck hinterließ Gast bereits in Dänemark, als bei den ‚Thor Masters‘ am Ende den hervorragenden zweiten Platz belegte. Bedingt durch die optimale Vorbereitungsphase kann der ÖRSV-Athlet hier nur überraschen. Und seine Westendorfer und österreichischen Teamkollegen und Freunde werden gespannt die Ereignisse in Russland verfolgen.

Foto: RSC Inzing