Zu einem wahren sportlichen Leckerbissen kommt es am Samstagabend in der Sparkassen-Arena im Bürgerhaus Alpenblick. In der Ringer-Bundesliga erwartet um 19.20 Uhr der TSV Westendorf den SV Siegfried Hallbergmoos zum Schlagabtausch. Während die Ostallgäuer befreit in dieses Duell hineingehen, müssen die Gäste unbedingt gewinnen, wollen sie im Kampf um den begehrten zweiten Rang, der für die Play-Offs berechtigt ist, noch ein Wörtchen mitsprechen.

Thomas Stechele sieht diesem Kampf mit Freude entgegen. „Hallbergmoos ist sicherlich Favorit, allerdings sind schon einige Mannschaften bei uns gestrauchelt“, erwartet der Abteilungsleiter eine spannende Begegnung. Fehlen wird Westendorfs Cheftrainer Klaus Prestele, der aus beruflichen Gründen nicht dabei sein kann. „Hallbergmoos war in der Vorrunde die Überraschungsmannschaft. Sie sind sehr kompakt, auf den Ausländerpositionen variabel besetzt, gegen sie tut sich jede Mannschaft schwer“, sieht er nichtsdestotrotz einen Funken Hoffnung, dem Tabellenzweiten ein Bein zu stellen. Bei der deutlichen 7:26-Auswärtspleite gelangen dem TSV nur drei Einzelsiege durch Filip Novachkov, Maximilian Goßner und Zakarias Tallroth. Mit Daniel Gastl und Murazi Mchedlidze fehlten zudem noch zwei ausländische Ringer. Das wird diesmal anders sein. „Wir werden mit unserer bestmöglichen Formation auflaufen“, verspricht Prestele und gibt das Kommando an diesem Abend an Coach Bernhard Hofmann ab. „Unsere Aufstellung steht.“ Vielversprechende und hochklassige Duelle sind zu erwarten, wenn sich beide Teams gegenüberstehen. Im Limit bis 80 Kilogramm dürfte es Michael Heiß mit dem WM-Fünften von Budapest, dem Schweden Ales Kessids, zu tun haben. „Er ist ein sehr offensiver Ringer und will mich natürlich besiegen“, ist Heiß gewappnet. Christopher Kraemer könnte auf Manrikos Theodoridis treffen. Auch das Duell zwischen Christian Stühle und Ergün Aydin darf nicht unerwähnt bleiben. „Christian ist momentan in einer ausgezeichneten Verfassung“, sieht Thomas Stechele Aydin als amtierenden Deutschen Vizemeister noch nicht automatisch als Sieger. „Sicherlich brauchen wir Glück, um so ein starkes Team wie Hallbergmoos besiegen zu können“, baut der Abteilungsleiter auf den so wichtigen elften Mann, den Zuschauer. Ohne Druck will der TSV diesen vorletzten Heimkampf in dieser Saison angehen. „Wir können Hallbergmoos sicherlich in Bedrängnis bringen, schließlich geht es um sie noch um viel. Wir ringen frei auf und wollen gewinnen“, freut sich Michael Heiß in erster Linie wieder auf einen spannenden und emotionalen Kampfabend.

Bild: Klaus Prestele wird aus beruflichen Gründen gegen Hallbergmoos fehlen. Foto: Stefan Günter