Auch in den Play-offs um die Deutsche Ringermannschaftsmeisterschaft ist der KSV Köllerbach momentan nicht zu stoppen. So setzte sich die Mannschaft von Teamleiter Thomas Geid im Viertelfinal-Hinkampf am Samstag (16. Dezember) beim KSV Witten 07 auf fremder Matte problemlos mit 21:8 durch. Bei diesem souveränen Sieg verkrafteten die Saarländer sogar das Handicap, dass sie ihren verletzten Halbschwergewichtler und Freistil-Spezialisten Gennadij Cudinovic nicht einsetzen konnten. In der Fritz-Husemann-Sporthalle griff beim KSV Köllerbach wie gewohnt ein Rädchen ins andere, so dass sich auf der Stirn des Mannschaftsverantwortlichen Thomas Geid keine Schweißperlen bildeten. Alles begann für den KSV Köllerbach plangemäß, als in der leichtesten Gewichtsklasse bis 57 kg der deutsche Freistil-Meister Viktor Lyzen gleich mächtig auftrumpfte. Er bezwang seinen Kontrahenten Arthur Eisenkrein mit 10:2 nach Punkten. Und in der schwersten Gewichtsklasse bis 130 kg konnte sich der sechsfache deutsche Mannschaftsmeister aus dem Saarland wieder einmal ganz auf seinen Vize-Weltmeister Heiki Nabi verlassen. Der Este bekam es in der griechisch-römischen Stilart mit Kasim Aras zu tun, der in den Jahren 2014 und 2015 jeweils deutscher Vizemeister geworden war. Der Kampf ging über die volle Distanz von sechs Minuten und am Schluss schlug ein 4:0-Punktsieg für Heiki Nabi zu Buche.

In der Klasse bis 61 kg setzte der KSV Köllerbach wieder einmal voll und ganz auf die Dienste seines neuen russischen Spitzenringers Bekkhan Mankiev. Der aus Moskau stammende Greco-Spezialist stempelte Andreas Eisenkrein vom KSV Witten förmlich zum Statisten ab. Nach fünf Minuten und 32 Sekunden war das ungleiche Gefecht schließlich zu Ende. Mit 17:0 Punkten wurde der Russe technisch überlegener Punktsieger. Angemerkt sei in diesem Zusammenhang noch, dass Bekkhan Mankiev im Trikot des KSV Köllerbach bisher noch keinen einzigen Kampf verloren hat.

Den vierten Kampf des Abends entschied dann der KSV Witten für sich. In der Klasse bis 98 kg setzte sich in der freien Stilart der Lette Imants Lagodskis unangefochten mit 16:0 Punkten gegen den Köllerbacher Alexander Geid durch. In der Klasse bis 66 kg (Freistil) stand Nico-Antonio Zarcone vom KSV Köllerbach bereits an der Waage als Sieger fest, da sein Gegenüber Pascal Wittke mit Übergewicht antrat. In der Gewichtskategorie bis 86 kg lieferte für den KSV Köllerbach wieder einmal Greco-Spezialist Laszlo Szabo eine Probe seines internationalen Könnens ab. Der Ungar beherrschte seinen Gegner Ufuk Canli klar und entschied das Matten-Duell mit 10:0 Punkten für sich.

Im siebten Kampf des Abends steuerte Marco-Antonio von Tugginer in der Klasse bis 71 kg (griechisch-römisch) einen Siegzähler für den Auswärtserfolg des KSV Köllerbach bei. „Toni“ behielt dabei nervenstark gegen das Wittener Nachwuchstalent Idris Ibaev mit 4:3 Punkten die Oberhand. In der Gewichtsklasse bis 80 kg gelangte Ibro Cakovic vom KSV Witten zu den maximalen vier Siegzählern, da der Köllerbacher Lette Alberts Jurcenko wegen einer Verletzung am Sprunggelenk nach 34 Sekunden leider aufgeben musste.

In der Klasse bis 75 kg A war der Köllerbacher Mannschaftskapitän Andrij Shyyka stets Herr der Lage. Der Freistil-Spezialist der Saarländer gewann gegen Alexander Storck vom KSV Witten mit 13:4 nach Punkten. Einen weiteren Glanzpunkt für den KSV Köllerbach setzte schließlich noch Timo Badusch im letzten Kampf des Abends. In einem packenden Greco-Duell setzte sich der saarländische Polizeikommissar in der Gewichtsklasse bis 75 kg B mit 6:4 Punkten gegen den starken Wittener Rumänen Ilie Cojocani durch, der seines Zeichens WM-Dritter des Jahres 2016 ist.

Der KSV Köllerbach empfängt nunmehr am kommenden Samstag, 23. Dezember, um 19.30 Uhr den KSV Witten 07 zum Play-off-Viertelfinal-Rückkampf. Das spannende Duell der beiden Ringer-Staffeln aus dem Saarland und dem Ruhrgebiet wird im Püttlinger Trimm-Treff ausgetragen.