Mit einem Eklat sind die Vorrundenkämpfe in der DRB-Bundesliga zu Ende gegangen. So reiste der bis dahin souverän kämpfende und bislang ungeschlagene Titelverteidiger SV Wacker Burghausen nicht mit dem Stammaufgebot zum Aufsteiger ASV Schorndorf und unterlag dort mit 9:28. Wie groß die Dominanz des SV Wacker in der Vorrunde war, zeigte sich, als Burghausen mit seinem Stammaufgebot selbst Vizemeister Heilbronn beim 23:0 und 19:5 in der Rückrunde keine Chance ließ.
Mit dem Sieg auf der Zielgeraden gegen Burghausen wurde Schorndorf Dritter der Vorrundengruppe Südost und kam in den Lostopf, denn nur zwei der drei Drittplatzierten aller drei Vorrundenstaffeln werden im Losverfahren den Erst- und Zweitplatzierten zugelost, die ab 28. Dezember die Viertelfinal-Hinrunde bestreiten. Und das sehr zum Ärger des SV Johannis Nürnberg, der sich um die Früchte seiner Arbeit betrogen fühlt. Nürnberg gewann am letzten Kampftag beim RSV Rotation Greiz, einem weiteren, unmittelbaren Kontrahenten um Rang drei mit 19:7 und stieß damit die Tür – zumindest bis zum Lostopf weit auf.

Das Burghausen angesichts des großen Vorsprungs in der Staffel Südost-, die als die Stärkste der drei Staffeln gilt, Kraft und Geld für die Endrunde spart ist legitim, hat jedoch einen bitteren Beigeschmack, da Schorndorf gar nicht erst nicht ins Losverfahren gekommen wäre, sondern zum jetzigen Stand Nürnberg. Doch selbst die Glücksgöttin Fortune wollte es dann mit dem ASV Schorndorf nicht übertreiben, denn die Ringerstaffel aus Württemberg blieb bei der Auslosung hängen, der KSV Witten (Staffel Nordwest) und die RKG Freiburg 2000 (Staffel Südwest) rückten in die Runde der letzten acht.

Sportlich gesehen, wäre eine Zwischenrunde der drei Drittplatzierten die gerechtere Lösung, als ein Losverfahren. Sportlich gesehen ist auch der Auftritt des SV Wacker Burghausen beim ASV Schorndorf nicht in Ordnung, Freunde gemacht haben sich die Ringer von der Salzach damit sicherlich nicht. Aber dafür hat der SV Wacker gleich im Viertelfinale mit dem TuS Adelhausen den wohl schwersten Kampf zugelost bekommen.

Am 28. Dezember werden die Hinkämpfe des Viertelfinals ausgetragen:

KSV Witten – KSV Köllerbach
RKG Freiburg 2000 – SVA Nackenheim
Red Devils Heilbronn – ASV Mainz 1888
TuS Adelhausen – SV Wacker Burghausen

Die Rückkämpfe folgen am 4. Januar 2020.

Bild: Für die Johannis Grizzlys ist die Saison wie schon im Vorjahr nach der Hauptrunde vorüber. Foto: Thomas Hahn