Franco Büttner (79 kg/1. Luckenwalder SC) und Gennadij Cudinovic (97 kg/KSV Köllerbach) stehen bei den Europameisterschaften der Ringer, die am Montag in Bukarest (ROU) begannen, in der Hoffnungsrunde.

Gennadij Cudinovic (97 kg/KSV Köllerbach) gewann seinen Auftaktkampf gegen Sargis Howsepyan (ARM) im Achtelfinale mit 6:1-Wertungspunkten. Im Viertelfinale traf der DRB-Starter aus dem Saarland dann allerdings auf den Olympiasieger von 2016 und Weltmeister 2018, Abdulrashid Sadulaev (RUS), gegen den er zwar mit 2:12 unterlag, den großen Favoriten jedoch zumindest in der ersten Runde des Kampfes mächtig ärgerte und auch in der Ringerbrücke hatte. Sadulaev erreichte erwartungsgemäß das Finale und so steht Gennadij Cudinovic am Dienstag in der Hoffnungsrunde, wo er mit dem Aserbaidschaner Nurmagomed Gadzhiyev auf einen erfahrenen Gegner trifft, der bei den Europameisterschaften des Vorjahres Bronze gewonnen hatte.

EM-Debütant Franco Büttner (79 kg/1. Luckenwalder SC) blieb in der Qualifikation gegen Alexandru Burca (MDA) mit 6:2-Wertungspunkten siegreich. Am Ende der ersten Runde hatte Büttner den Moldawier schon fast geschultert, nur der Pausengong rettete Burca vor der vorzeitigen Niederlage. Im Viertelfinale musste der Luckenwalder die Überlegenheit von Jabrayil Hasanow (AZE) anerkennen, der noch in der ersten Runde des Kampfes mit 12:1-Punkten gewann. Hasanov kämpfte sich ins Finale und so kann auch Franco Büttner am Dienstag erneut ins Kampfgeschehen eingreifen, wo er auf den Georgier Nika Kentchadze trifft.

Bereits ausgeschieden ist Niklas Dorn (65 kg/KSC Hösbach), der gegen Ilman Mukhtarow (FRA) mit 0:6-Punkten das Nachsehen hatte. Da der Franzose das Finale verpasste, blieb Dorn ein erneutes Eingreifen ins Kampfgeschehen über die Hoffnungsrunde verwehrt. Gleiches gilt für Kevin Henkel (70 kg/TSV Dewangen), der in der Qualifikation gegen Ali Umarpaschaew (BUL) mit 0:10 unterlag. Auch der Bulgare verlor im Viertelfinale, so das auch für Kevin Henkel die EM bereits wieder beendet ist. Neben Cudinovic und Büttner, greifen am Dienstag Nick Matuhin (125 kg/1. Luckenwalder SC), Ahmed Dudarov (86 kg/SV Weingarten) und Johann Steinforth (74 kg/RS Sudenburg/Magdeburg) ins Kampfgeschehen ein. Matuhin trifft im Achtelfinale auf den Sieger aus dem Qualifikationskampf Egzon Schala (KOS) / Seyed Azarschakib (AZE), während Ahmed Dudarov durch die Qualifikationsrunde muss und dort auf den Italiener Carmelo Lumia trifft. Johann Steinforth beginnt ebenfalls in der Qualifikation und hat dort Azamat Nurykau (BLR) vor der Brust.

Bild: Mächtig geärgert hat Gennadij Cudinovic (97 kg/KSV Köllerbach/rotes Trikot) den großen EM-Favoriten Abdulraschid Sadulaev (RUS) bei den Europameisterschaften in Bukarest (ROU) zumindest in der ersten Runde des Kampfes. Der Olympiasieger von 2016 und Weltmeister 2018 aus Mahachkala (Dagestan) drehte danach auf und gewann noch mit 12:2 Punkten noch vor Ablauf der sechsminütigen Kampfzeit. Foto: Jörg Richter