Für die deutschen Freistilringer um Bundestrainer Jürgen Scheibe sind die Europameisterschaften in Bukarest (ROU) beendet, das DRB-Team reist ohne Medaille nach Hause zurück, nachdem auch Ahmed Dudarov (86 kg/SV Weingarten) und Nick Matuhin (125 kg/1. Luckenwalder SC) ihre Hoffnungen auf den Einzug in die Hoffnungsrunde begraben mussten.

Ahmed Dudarov (siehe Bild, Jörg Richter) unterlag im Achtelfinale gegen Murad Suleymanov (AZE) mit 1:10-Punkten, der Aserbaidschaner kämpfte sich im weiteren Turnierverlauf bis ins Halbfinale, unterlag dort jedoch, damit blieb dem Weingartener der Einzug in die Hoffnungsrunde verwehrt. In der Qualifikation hatte Ahmed Dudarov den Italiener Carmelo Lumia mit 13:2-Punkten aus dem Rennen geworfen.

Furios begann Nick Matuhin, der im Achtelfinale Egzon Schala (KOS) mit 10:0 von der Matte fegte. Im Viertelfinale musste der deutsche Schwergewichtler aus Luckenwalde eine 1:5-Punktniederlage gegen Oleksandr Khotsianivskiy (UKR) hinnehmen und schied ebenfalls aus, da der Ukrainer im Halbfinale gegen Weltmeister Geno Petriaschwili (GEO) unterlag und damit den Endkampf um EM-Gold verfehlte.

Für Johann Steinforth (74 kg/RS Sudenburg/Magdeburg) war das EM-Turnier gleich nach seinen Auftaktkampf gegen Azamat Nurykau (BLR) wieder beendet, Steinforth verlor gegen den Weißrussen mit 2:14-Wertungspunkten.

Gleich zum Beginn des zweiten Wettkampftages unterlagen Gennadij Cudinovic (97 kg/KSV Köllerbach) und Franco Büttner (79 kg/1. Luckenwalder SC) in der Hoffnungsrunde und schieden damit endgültig aus dem Titelrennen aus. Gennadij Cudinovic unterlag gegen den Bronzemedaillengewinner der Vorjahres-EM Nurmagomed Gadzhiev (AZE) mit 0:10 Punkten, Franco Büttner verlor sein Hoffnungsrunden-Match gegen den Weltmeister der U-23 von 2018, Nika Kentchadze (GEO) mit 2:7.

“Die Kämpfe, die wir gewinnen konnten, haben wir auch für uns entschieden, doch die Spitze ist einfach noch zu weit weg”, analysierte Bundestrainer Jürgen Scheibe, der in dem Einen-, oder Anderen jüngeren Athleten schon höhere Erwartungen gesetzt hatte und verwieß dabei auf das frühe Ausscheiden von Niklas Dorn und Johann Steinforth.

An den kommenden drei Tagen greifen die Frauen ins Kampfgeschehen ein, die 8 deutschen Damen werden angeführt von Aline Rotter-Focken (76 kg/KSC Krefeld), die 2014 in Taschkent (UZB) den Weltmeistertitel gewann, 2015 in Las Vegas (USA) WM-Bronze holte und 2017 in Paris (FRA) den WM-Medaillensatz mit Silber vervollständigte.