Nach den Abgängen von Fabian Schmitt (Burghausen), Roland Schwarz (Adelhausen), Olegk Motsalin (Neckargartach) und Nico Sausenthaler (Freising) haben die Grizzly Nürnberg die Ärmel hochgekrempelt und eine wichtige Entscheidung getroffen: Nürnberg will in der Ringer-Bundesliga bleiben, um so seinen Fans, Sponsoren und Gönnern weiterhin hochklassigen Ringkampfsport bieten zu können.

„Wir sind nochmals enger zusammengerückt und haben beschlossen erneut anzugreifen“, sagt der sportliche Leiter Mario Besold. Der Schockmoment sei bei Allen verdaut, „jetzt blicken wir positiv gestimmt nach vorne.“ Die Johannis-Staffel will in der kommenden Saison vorwiegend auf die einheimischen Ringer setzen und die Abgänge durch schlagkräftige ausländische Athleten ersetzen. „Auch wenn jetzt nicht alle unsere Jungs das Niveau der Ersten Bundesliga haben, wollen wir auf sie bauen“, verweist Besold dabei auf die in der neuen Wettkampfrunde eingeführte Punkteregelung. „Dadurch, dass wir viele eigene Ringer haben, können wir es uns leisten, das Team punktuell mit klasse Athleten zu ergänzen.“ Der erste Kracher kommt vom ASV Mainz 88. Mit Demirtas Soner  (siehe Bild, Quelle: Facebook) holen sie nicht nur einen mehrfachen Europameister und Dritter Weltmeister in die Norisstadt, sondern der Spitzenathlet gewann bei den Olympischen Sommerspielen von Rio in der Gewichtsklasse bis 74 Kilogramm sogar die Bronzemedaille.

Der 26-jährige Türke ging in der abgelaufenen Saison 14 Mal für die Rheinland-Pfälzer auf die Matte. Davon holte er in acht Begegnungen vorzeitige Siege durch technische Überlegenheit. Einmal glänzte er sogar mit einem Schultersieg. Soner blieb in allen Begegnungen ohne Niederlage. „Er hat eine Granatensaison gerungen. Wir freuen uns, dass er sich für uns entschieden hat“, so Mario Besold über den gelungenen Coup. Im Lager des Bundesligisten hofft man, dass Soner genauso souverän auftritt, wie es bisher der Grieche Motsalin getan hat. Der türkische Neuzugang wird im Limit bis 75 und 80 Kilogramm im freien Stil für die Norisstädter antreten. Durch die Erfolge, die Demirtas Soner schon international eingefahren hat, wird er mit acht Punkten geführt. „Der Markt bietet noch viele Ringer, weil einige Vereine noch nicht ganz sicher sind, wie sie es mit dem neuen Punktesystem handhaben sollen“, merkt Mario Besold an.

Unterdessen haben die Grizzly Nürnberg mit der PSD Bank einen weiteren Sponsor für die neue Saison gefunden. Die Tucher Brauerei Nürnberg hat ebenfalls grünes Licht für eine weitere Zusammenarbeit gegeben. „Es freut uns außerordentlich, dass wir in unserer Sportstadt Nürnberg Unternehmen und Firmen gefunden haben, die sich für unsere großartige Sportart Ringen begeistern können und uns finanziell unterstützen“, bedankt sich Johannis-Präsident Dino Noth. „Unsere Sponsoren und die Fans wollen die Erste Liga. Das spürt man.“