Der Stachel sitzt immer noch tief. Daniel Gastl (RSC Inzing) hat seine Niederlage im einzigen EM-Kampf gegen den Türken Cenk Ildem noch immer nicht ganz verdaut. Im Interview mit Ringsport-Magazin sagte der Tiroler: „Es ist überhaupt nicht gut für mich gelaufen. Ich habe den Kampf schon kontrolliert, war mir eigentlich sicher, doch habe ich zum Ende das Duell noch aus der Hand gegeben.“ Gastl nahm wie sämtliche Kaderathleten des ÖRSV an einem Regenerations-Wochenende im Sporthotel Wagrain im Salzburger Land teil.

Eigentliches Problem bei der Challange war, dass die Kameraeinstellung auf der anderen Seite der Matte positioniert war. „Es war dann auch nicht zu sehen, ob mein Gegner zu 100 Prozent außerhalb der Matte war oder nicht“, macht Gastl deutlich. Sicherlich sei es ärgerlich gewesen, “aber auch ich habe Fehler begangen”, zeigt er sich selbstkritisch. „Ich mache mir schon Gedanken, warum es nicht geklappt hat, was ich auch verbessern kann. Es geht nicht so einfach, wie ich es gerne hätte“, so der Tiroler abschließend. Das nächste große Ziel sind die Weltmeisterschaften im September in Ungarn. Danach geht er in der DRB-Bundesliga wieder für den TSV Westendorf (Allgäu) auf die Matte.

Ringsport-Magazin-Redakteur Stefan Günter (rechts) im Interview mit ÖRSV-Kaderathlet Daniel Gastl. Foto: Jörg Richter