Im Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen stehen sich am Samstagabend, ab 19:30 Uhr im Hinkampf die ‚Roten Teufel‘ aus Heilbronn und Titelverteidiger SV Wacker Burghausen gegenüber.

Der Hinkampf wird in der Römerhalle Heilbronn ausgetragen und in beiden Teams stehen eine ganze Reihe von Athleten, die in den Auswahlteams des Deutschen Ringer-Bundes kämpfen, aber auch internationale Spitzenringer, die auch schon Edelmetall bei Welt- und Europameisterschaften verbuchen konnten. Die Griechisch-Römisch-Spezialisten unter Bundestrainer Michael Carl absolvierten vergangene Woche einen Leistungstest am Institut für angewandte Trainingswissenschaften in Leipzig, wobei Ramsin Azizsir auf Seiten des SV Wacker Burghausen, aber auch Weltmeister Frank Stäbler und der WM-Fünfte Eduard Popp, die für die Red Devils Heilbronn die Ringerstiefel schnüren, auf Herz und Nieren geprüft wurden. Auch die Freistilringer trafen sich in Aschaffenburg, wo sich Bundestrainer Jürgen Scheibe und sein Trainerteam zum Start ins wichtige Jahr 2019 einen Überblick über die Leistungsfähigkeit seiner Athleten verschaffte.

„Da gibt es schon immer mal eine kleine Stichelei in Richtung Finale“, lacht Burghausens Halbschwergewichtler Ramsin Azizsir, der weiß, dass alles noch einen gewissen Spaßfaktor hat. Doch am Samstagabend, ab 19:30 Uhr ist dann Schluss mit lustig, dann gibt vor ausverkaufter Halle (1500 Zuschauer) jeder Einzelne sein Bestes, um schon im Hinrundenduell einen gewissen Vorsprung im Kampf um den Titel zu erkämpfen.

Erwartet wird ein spannendes Duell zweier Mannschaften, die auf Augenhöhe kämpfen. Entscheidend werden die kleinen Kampfpunkte und bei Gleichstand möglicherweise auch die Anzahl der Siege sein. Der Rückkampf wird eine Woche später in Burghausen ausgetragen.

In die nächste Runde geht dagegen der Streit aus dem Halbfinal-Hinkampf zwischen dem TuS Adelhausen und dem SV Wacker Burghausen. Die Ostbayern waren zu spät in Adelhausen eingetroffen, was ein Ergebnis an der Waage von 40:0 für die Südbadener nach sich zog. Burghausen konnte jedoch nachweisen, rechtzeitig losgefahren zu sein, das DRB-Sportgericht wies die Beschwerde des TuS Adelhausen ab und entschied, dass der mit einer Stunde Verspätung ausgetragene Kampf mit 13:13 in die Wertung geht. Damit geben sich die Südbadener nicht zufrieden, fühlen sich benachteiligt und wollen in die nächste Instanz gehen.