Im österreichischen Wolfurt fand am Samstag, 9. Februar, das internationale UWW Turnier statt. Mit 226 Teilnehmer aus zahlreichen Nationen, war dies ein sehr stark besetztes Turnier. Mit dabei waren elf Freistil Nationalkaderathleten in Begleitung von den Coaches Pascal Jungo und Thomas Bucheli, der erst am Samstag anreiste.

Einmal Gold und 2-Mal Bronze für die Kadetten

Als erstes ins Turnier startete Melvin Feyer. Er kämpfte in der Gewichtsklasse bis 45kg bei den Kadetten. Bei ihm wurde nordisch gerungen, weil in dieser Kategorie drei Teilnehmer waren. Melvin traf in der zweiten Runde auf Thomas Eckhardt aus Deutschland, da er in der ersten Runde das Freilos hatte. Gegen den Deutschen konnte er sehr gut mithalten und punkten. Am Schluss konnte der Deutsche den Kampf für sich entschieden und Melvin verlor sehr knapp mit 6 zu 6. Nichts desto trotz, konnte er sich für den zweiten Kampf wieder motivieren. Gegen Ronen Kolesnik aus Israel konnte Melvin jedoch keine Punkte erzielen und verlor auch diesen Kampf durch Punkte. Nach zwei sehr starken Kämpfen konnte er sich die Bronzemedaille umhängen lassen.

In der Kategorie Kadetten bis 55kg startete Ronan Feyer.  Auch in der Gewichtsklasse Kadetten bis 55kg wurde nordisch gerungen. Ronan startete sehr gut ins Turnier. Er konnte den ersten Kampf gegen den Deutschen Leon Schetterer für sich entscheiden. Der zweite Kampf gegen Dario Dittrich, ebenfalls aus Deutschland, war eine sehr knappe Entscheidung. Ronan musste sich mit 11 zu 13 geschlagen geben. Den dritten Kampf trat er gegen den starken Benedek Kiss aus Ungarn an. Ronan konnte zwar einen Punkt erzielen aber der Ungare war zu stark. Am Schluss musste sich Ronan trotz einem guten Kampf durch technische Überlegenheit geschlagen geben. Auch er gewann, wie sein Bruder Melvin, die Bronzemedaille.

Bei den Kadetten bis 65kg startete Mansur Mavlaev. Er traf im ersten Kampf auf den Belgier Ayub Musaev. Dieser Kampf war sehr klar und Mansur unterlag seinem Gegner deutlich. Da der Belgier bis ins Finale kam, konnte Mansur um Platz 3 kämpfen. Leider war auch dieser Kampf nicht auf der Seite des Schweizers und Mansur musste sich vom Deutschen Andrej Schwarzkopf geschlagen geben, wenn auch nur knapp mit 2 zu 5 Punkte.

Sven Bammert startete in der Kategorie Kadetten bis 71kg. Ihm ging es ziemlich gleich wie Mansur. Er verlor seinen ersten Kampf gegen den Ungaren Marton Rizmayer durch eine Punkteniederlage. Sein Gegner, den er verlor, schaffte es jedoch ins Finale und somit bekam Sven noch eine Chance auf eine Medaille. Gegen einen weiteren Gegner aus Ungarn, konnte Sven jedoch sehr gut mithalten. Aber auch diesen Kampf verlor er durch eine knappe Punkteniederlage. Somit wurde Sven Fünfter.

Bei den Kadettinnen startete Svenja Jungo in der Gewichtsklasse bis 49kg. Da wurde im k.o.-System gerungen. Im ersten Kampf gegen die Ungarin Aniko Nagy war Svenja bis kurz vor Schluss in Rückstand mit 0 zu 3. Jedoch gab Svenja bis zur letzten Sekunde nicht auf und konnte in der letzten Sekunde ihre Gegnerin mit einem Kopfhüftschwung schultern. Im Halbfinale gewann Svenja gegen Emilia Hartmann aus Österreich mit 12 zu 6 Punkten. Auch da war Svenja zuerst 0 zu 6 in Rückstand, bevor sie richtig in den Kampf kam und ihn noch auf ihre Seite drehen konnte. Im Finale um Platz 1 kämpfte Svenja gegen Viven Matyi aus Ungarn. Diesen Kampf gewann Svenja souverän durch technische Überlegenheit. Damit konnte sie bei der späteren Siegerehrung den Siegerpokal in die Hand nehmen.

Einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze für die Junioren

Thomas Epp startete in der Kategorie Junioren bis 57kg. Seine Gewichtsklasse war in zwei Pools aufgeteilt. Thomas konnte seinen ersten Kampf gegen Ronen Allyev aus Israel durch Schultersieg gewinnen. Im zweiten Kampf traf er auf den Slowaken Samuel Bucko. Thomas benutzte seine starke Technik und gewann den Kampf 10 zu 0 durch technische Überlegenheit. Im Halbfinale traf Thomas auf den Deutschen Ringer Moritz Langer. Auch diesen Kampf gewann er durch technische Überlegenheit und konnte kam somit in den Finalkampf um Platz 1, wo er auf den Amerikaner Julian Tagg traf. Dieser war etwas zu stark und Thomas musste sich trotz sehr gutem Kampf 0 zu 10 geschlagen geben. Damit holte er sich verdient die Silbermedaille.

Nino Leutert startete in der Kategorie Junioren bis 61kg. Auch er startete sein Turnier mit einem verdienten Schultersieg gegen David Brenn aus Deutschland. Seinen zweiten Kampf, verlor er gegen den später Erstplatzierte Nico Megerle. Diesen Kampf verlor er mit 1 zu 5. In seinem letzten Kampf in seinem Pool konnte er gegen Johannes Voegele mit einem Punktesieg gewinnen. Im Halbfinale traf Nino gegen den nächsten Deutschen, Florian Phol. Dieser Kampf war ausgeglichen mit 3 zu 3 zu Gunsten des Schweizers. Im Finale um Platz 1 traf er noch einmal auf Nico Megerle. Dieses Mal war der Kampf noch ausgeglichener, doch der Deutsche war noch etwas besser als Nino. Dennoch durfte sich Nino auf die Silbermedaille freuen.

Für Morteda Abd Al Sada reichte es noch nicht zu einem Topergebnis. Er startete bei den Junioren bis 65kg. Er verlor bereits im ersten Kampf gegen den Deutschen Maximilian Buch durch technische Überlegenheit. Da dieser jedoch nicht bis ins Finale kam und im k.o.-System gerungen wurde, schied er somit auf dem Platz 9 aus.

In der Kategorie bis 74kg waren gleich zwei Schweizer am Start. Auch für Joel Meier verlief das Turnier ähnlich, wie bei Morteda. In seinem ersten Kampf gegen den Amerikaner Travis Tavoso konnte er sehr gut mithalten. Jedoch war der Amerikaner etwas besser und konnte der Kampf mit 5 zu 6 Punkten für sich entscheiden. Travis verlor im Halbfinale und somit war das Turnier auch für Joel beendet.

Tobias Portmann startete in derselben Kategorie wie Joel. Er startete sein Turnier jedoch mit einem Punktesieg gegen Pawel Madroszkiewicz aus Polen. Im Viertelfinale traf er auf den Schweizer Thery Chardonnens. Sie machten das Duell sehr spannend und Tobias gewann auch diesen Kampf mit 5 zu 2. Das Halbfinale gewann Tobias gegen Lewis McGrath aus Grossbritannien. Im Finale um Platz 1 konnte Tobias seinen Willen durchsetzen und gewann gegen den Deutschen André Winkler mit 2 zu 2 Punkte. Damit gewann er den Siegerpokal.

Eveline Lötscher startete bei den Frauen in der Gewichtsklasse bis 57kg. In dieser Gewichtsklasse wurde im k.o.-System gekämpft. Im Viertelfinale traf Eveline auf Julia Dalley aus Amerika. Diesen Kampf konnte die Senslerin souverän für sich entscheiden und schulterte ihre Gegnerin. Im Halbfinale traf Eveline auf die zweite Amerikanerin in dieser Kategorie, Amanda Walker. Der knappe Kampf wurde durch einen Schultersieg der Amerikanerin beendet und somit kam Eveline in das Finale um Platz 3. Da traf sie auf Szimonetta Szeker aus Ungarn. Eveline ging den Kampf sehr motiviert an. Durch die Konterattacken konnte Eveline immer wieder Punkten und gab wenig Punkte ab. Am Schluss des Kampfes stand 7 zu 3 zu Gunsten von Eveline. Damit holte auch sie die Bronzemedaille.

Motiviert fuhr ein Teil dieser Ringer direkt nach dem Turnier Richtung Freiburg im Breisgau, wo die Nationalkaderathleten ein fünftägiges Trainingslager absolvieren werden.

Bericht: Eveline Lötscher