Am Montagmorgen starten in Istanbul (TUR) die Europameisterschaften der Altersklasse U23. Den Startschuss geben die jungen Männer aus dem griechisch-römischen Stil, es folgen die Damen, während die Freistilringer am Wochenende den Schlusspunkt setzen.

Noch vor einigen Jahren hatten nicht nur die deutschen Ringer das Problem, den Übergang von den Junioren zu den weitaus stärkeren Männern zu meistern. Ab 2015 wurde die Altersklasse U23 eingeführt, in der auch Welt- und Europameisterschaften ausgetragen wurden. Damit wurde eine Zwischenstufe geschaffen, die den Übergang zum Männer- und Frauenbereich erleichtern soll.
Nach Waldenburg (POL) 2015, Russe (BUL) 2016 und Szombathely (HUN) im Vorjahr, ist Istanbul (TUR) nun die 4. Station, die mit der Austragung von Europameisterschaften in dieser Altersklasse vom Ringer- Weltverband United World Wrestling (UWW) betraut wurde.

Die deutschen Ringer nutzten diese Möglichkeit mit Erfolg: Bronzene Titelkämpfe gab es 2017 für das deutsche Team; in Szombathely kämpften sich Denis Kudla (85 kg) und Etka Sever (98 kg/beide VfK Schifferstadt) im griechisch-römischen Stil auf das Siegerpodium, bei den jungen Damen war es Francy Rädelt (75 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) die Bronze gewann, während Gennadij Cudinovic (97 kg/KSV Köllerbach) den Sprung auf den dritten Rang des Siegertreppchens im freien Ringkampf schaffte.

In Istanbul setzen die Bundestrainer Michael Carl (griechisch-römischer Stil), Patrick Loes (Frauen) und Jürgen Scheibe (Freistil) auf eine ganze Reihe junger Ringerinnen und Ringer, die dem Juniorenbereich gerade entwachsen sind und nun noch einige Jahre in der Altersklasse U-23 ringen können. Damit wird die deutsche Ringergeneration 2020 / 2024 ab Montag auf die Matten im ‘Bagcilar Spor Kompleksi’ treten.