Die Grizzly Nürnberg warten am Samstagabend mit zwei hochklassigen Duellen auf. Nach der WM-Pause startet die DRB-Ringerbundesliga in die Rückrunde. Dabei kommt es zum fränkisch-bayerischen Aufeinandertreffen zwischen dem SV Johannis Nürnberg und dem SV Siegfried Hallbergmoos. Schon der Vorkampf verspricht Spannung. In der Bayerischen Oberliga-Nord stehen sich die Grizzlys und Ligaprimus AC Lichtenfels gegenüber.

Nicht vergessen ist die Klatsche der Nürnberger bei der Saisonpremiere in Hallbergmoos. Bei der 5:18-Niederlage gingen nur zwei Kämpfe auf das Konto der Norisstädter. Neuzugang Zoltan Levai und Tim Stadelmann holten hier die einzigen Punkte für die Grizzlys, die zum Auftakt ohne den Russen Akhmed Bataev und Soner Demirtas auskommen mussten. Alles im Allem ist es für den Gastgeber ein richtungsweisender Kampf. Denn eine weitere Niederlage kann sich Johannis im Kampf um die begehrten Play-Off-Plätze nicht mehr leisten. Der Staffelsieg in der Gruppe Südost dürfte wieder einmal an den SV Wacker Burghausen gehen. Dahinter kämpfen neben Hallbergmoos und Aufsteiger RSV Rotation Greiz noch drei Teams um eben diesen begehrten zweiten Platz. „Falls wir verlieren sollten, schaut es schlecht aus“, winkt Coach Matthias Baumeister aber gleich ab. „Wir haben das Ziel, die K.O.-Runde ausgegeben, deshalb bin ich frohen Mutes, dass wir dieses Duell für uns entscheiden werden.“ Da hat allerdings Michael Prill, Vereinsboss und aktiver Ringer des SV Siegfried Hallbergmoos, etwas dagegen. „Wir werden versuchen unsere Außenseiterchancen zu nutzen“, schiebt er aufgrund des Stilartwechsels zum Rückrundenauftakt die Favoritenrolle an die Norisstädter gleich einmal weiter. „Nürnberg wird sehr stark aufgestellt sein, vorausgesetzt sie bekommen alle ihre Ringer auf die Matte“, freut sich Prill bereits jetzt auf dieses Duell. Die Zuschauer werden indes spannende Kämpfe zu sehen bekommen. Schon der erste Kampf im leichtesten Limit zwischen Grizzly-Neuzugang Tolgahan Karatas und seinem Gegenüber, dem Norweger Anders Rönningen, könnte gleich zu einem Schlüsselkampf werden. Matthias Baumeister sieht hier einen leichten Vorteil beim Hallbergmooser, „wobei wir sie insgesamt nicht unterschätzen dürfen“, macht der Trainer abschließend deutlich.