Die Weltmeisterschaft in Ungarn ist vorüber, jetzt richtet sich der Fokus wieder auf die Ringer-Bundesliga. In der Südost-Staffel startet die Rückrunde. Der TSV Westendorf, der zum Abschluss der Vorrunde den ersten Sieg gegen den FC Erzgebirge Aue einfuhr, will bei seinem Heimkampf am Samstagabend gegen den RSV Rotation Greiz nachlegen. In erster Linie wollen sich die Ostallgäuer aber für die bittere 2:27-Auswärtsklatsche revanchieren.

Bei der Saisonpremiere war der TSV nicht wettbewerbsfähig. So fehlten mit Daniel Gastl (Österreich) und Murazi Mchedlidze (Ukraine) zwei ausländische Siegringer. Die ausländische Achse bildeten nur Filip Novachkov (Bulgarien) und Zakarias Tallroth (Schweden). Noch bei der WM in Budapest mussten Gastl und Petrov nach einem verlorenen Kampf die Segel streichen. „Ich habe hier keine Befürchtungen, dass die Ringer hier einen Knacks davongetragen haben. Das sind alles Profis“, hebt TSV-Cheftrainer Klaus Prestele hervor. Gestärkt geht Westendorf an diese Aufgabe heran. Die Thüringer stehen mit 8:4-Punkten als Aufsteiger überraschend gut da. „Ich denke, dass Greiz in der Rückrunde nicht so stark stehen wird“, hofft Prestele insgeheim auf den zweiten Saisonsieg. Spannende Kämpfe sind vorprogrammiert. Christopher Kraemer, der vor der U23-WM in Bukarest noch Wettkampferfahrung benötigt, wird aller Voraussicht nach auf Alexander Grebensikov treffen. Ein weiteres Highlight ist das Duell zwischen dem Westendorfer Christian Stühle und Martin Obst. Der Vize-Europameister ist noch ungeschlagen. „Das wird ein interessanter Kampf“, prophezeit Klaus Prestele.

In der Vorrunde holte Maximilian Goßner (Bild) im Kampf gegen Toni Stade (rotes Trikot) den einzigen Sieg gegen Greiz. Foto: Vogtlandspiegel