Gold und Silber gab es für die deutschen Ringerfrauen bei den Europameisterschaften der Altersklasse U-23 in Novi Sad (Serbien). Nachdem die deutschen Griechisch-Römisch-Spezialisten ohne Edelmetall nach Hause reisen mussten, schöpften die jungen Frauen um Trainer Michael Kothe gleich einen Titel und eine Silbermedaille aus der Donau.

Annika Wendle (53 kg/ASV Altenheim) blieb ihrer taktischen Linie treu, kämpfte offensiv und ließ ihre Gegnerinnen gar nicht erst zum Zug kommen. Im Finale bezwang die Ringerin aus Südbaden die Ukrainerin Khrystyna Bereza mit 2:1-Wertungspunkten und holte sich gegen die Bronzemedaillengewinnerin der letztjährigen U23-Weltemisterschaften den Europameistertitel.

Luzie Manzke (62 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) kämpfte sich ebenfalls ins Finale, wo sie auf die Titelverteidigerin Ilona Prokopevniuk (UKR) traf, von der sie gleich zum Beginn des Duells auf beide Schultern gedrückt wurde.

„Mit Gold und Silber lagen wir weit über den Erwartungen, auch wenn die Teilnehmerfelder eher klein waren, die europäischen Spitzenringerinnen waren hier“, freute sich Trainer Michael Kothe über das doppelte Geschenk der beiden Athletinnen zu seinem 50. Geburtstag, den er an diesem Tag feierte.

An den letzten beiden Tagen setzen die Freistilringer den Schlusspunkt hinter diese Europameisterschaft.

Foto: Jörg Richter