Nun ist es beschlossene Sache: In der übernächsten Saison, also 2021/2022, wird es wieder eine Zweite Bundesliga im Ringen geben. Vor drei Jahren spalteten sich fünf Mannschaften von der Ligastruktur des Deutschen Ringer-Bundes ab und gründeten ihre eigene Profiliga, die Deutsche Ringerliga, kurz auch DRL genannt. Weitere Mannschaften warfen das Handtuch und zogen ihre Mannschaften zurück, worauf es einen Zusammenschluss der Ersten und Zweiten Bundesliga zur DRB-Bundesliga gab. Doch das Leistungsniveau innerhalb der neugebildeten höchsten Kampfklasse erwies sich als zu groß, so dass nun der Ruf zur Widereinführung der Zweiten Bundesliga immer lauter wurde. Die soll nun ab der übernächsten Meisterschaftsrunde erneut eingeführt werden.

Die derzeitige Lage ist unübersichtlich. Die Deutsche Ringerliga und DRB-Bundesliga ermitteln zwei Deutsche Meister, dabei laufen gegenseitige Klagen vor Gericht, eine Situation, die nur Rechtsanwälten zu Gute kommt, den Sport jedoch weiter in die Nische der Randsportarten drängt.

Doch nun ist eine Einigung in Sicht, die fünf Teams der Deutschen Ringerliga, die nun schon drei Jahre eigenständig und abseits des DRB kämpften, haben seit vergangenen Samstag eine Chance unter das Dach des DRB zurückzukehren. Auch die von vielen Vereinen herbeigesehnte Ligenstruktur mit einer Rückkehr zur Ersten und Zweiten Bundesliga nimmt Formen an.

Ab der Saison 2021/2022 soll es nun nach den Willen der Vereine, die am Sonntag in Würzburg tagten, eine Strukturänderung des Ligensystems geben. Demnach soll es nur noch zwei Erstligastaffeln zu je sieben bis acht Mannschaften geben (bislang sind es drei Staffeln), zudem soll die Zweite Bundesliga zurückkehren, in der ebenfalls zwei Staffeln (bei Bedarf auch drei) gerungen wird. Damit entsteht ein Unterbau mit ebenfalls jeweils acht Teams.

Die Strukturänderung ist erforderlich. Denn die Schere bei Etat und Personal in der mit 23 Mannschaften aufgeblähten DRB-Bundesliga ist einfach viel zu groß. Die Ergebnisse vieler Duelle der drei Vorrundenstaffeln konnte man voraussagen, der Spannungsgehalt war oftmals gleich null, die Favoriten zu den Play-Offs stehen seit der Hinrunde bereist fest, einzig um die Bronzeränge wird in allen drei Staffeln verbissen gekämpft, da sich zwei der drei Drittplatzierten für die Play-Offs qualifizieren.

Symbolbild: Jörg Richter