Franz Richter (130 kg/AV Germania Markneukirchen) hat bei den Europameisterschaften der Junioren in Rom (ITA) die Silbermedaille gewonnen. Im Finale unterlag er dem Russen Oleg Agakhanov nach einer Konterattacke im Bodenkampf auf Schulter. „Das war ein Lucky-Punch für den Russen“, so die erste Reaktion von Bundestrainer Maik Bullmann. Es hat nur ein Millimeter gefehlt und er hätte den Russen gerollt“, so Bullmann, der mit der Turnierleistung des Markneukirchners sehr zufrieden war. „Er hat mich hier überrascht, in den Vorrundenbegegnungen stark gerungen und ich bin mir sicher, dass er auch Agakhanov schlägt, wenn er ihn gerollt hätte“, so ein zufriedener Bundestrainer.

Auch der Präsident des Deutschen Ringer- Bundes Manfred Werner, der die Kämpfe im Live-Stream verfolgte war zufrieden, „.. eine starke Turnierleistung, die der gesamten Mannschaft viel Auftrieb geben sollte“. Damit zielt Werner schon auf die Kämpfe des Folgetages, wo zwei weitere Medaillen im Fokus der deutschen Griechisch-Römisch-Junioren um Bundestrainer Maik Bullmann stehen.

Nach Franz Richter, der am ersten Tag das Finale erreichte, schaffte auch Andrej Ginc (60 kg/SAV Torgelow) am Tag 2 der Junioren-Europameisterschaften den Sprung in den Kampf um die Goldmedaille. Und was hatte der junge Ringer aus dem Bunde-Leistungszentrum Frankfurt(O.) für ein Hammer-Los. Zunächst zwang Andrej Ginc dem Lokalmatadoren Jacopo Sandron (ITA) gegenüber, der in diesem Jahr schon einige Erfolge bei Meisterschaften der Männer und U-23 sammelte. Ginc überraschte den Italiener mit einem Wurf und gab die Führung, die er bis zum 8:2-Endstand noch ausbauen konnte, nicht mehr her. Schwer wurde es auch im Viertelfinale gegen Razvan Arnaut (ROU), den er ebenso nach hartem Kampf in die Schranken wies. Riesen Jubel im deutschen Lager, als Andre Ginc im Halbfinalduell auch den Ukrainer Ivan Cherkas mit 5:0 Punkten – und souveräner Kampfesweise bezwang. Nach dem Abpfiff brach die gesamte Anspannung aus dem DRB-Starter heraus, der mit dem Sieg über Cherkas am Mittwochabend im Finale steht. Dort steht er dem russischen Spitzenringer Abu Amaev gegenüber.

Auch Anthony Sanders (72 kg/ESV München-Ost) darf am Mittwoch erneut in die Kämpfe eingreifen. Sanders bezwang in seinem Auftaktduell Dzmitry Shutau (BLR) mit 3:0 Wertungspunkten, unterlag im Viertelfinale jedoch dem späteren Finalisten Magomed Yarbilov (RUS) vorzeitig mit 0:8 Zählern.  In der Hoffnungsrunde kämpft Anthony Sanders gegen den Tschechen Jakub Bielesz. Im Falle eines Sieges zieht der DRB-Ringer ins kleine Finale ein, wo der Ungar Tamas Levai auf den Sieger des Hoffnungsrundenduells wartet.
Ausgeschieden ist hingegen Van Meier (63 kg/ASV Urloffen), der seine Hoffnungsrundenbegegnung gegen Mateusz Szewscuk (POL) verlor.

Während die Griechisch-Römisch-Spezialisten am Mittwoch die Hoffnungsrunden und Finals austragen, treten am Mittwochmorgen auch die ersten Damen zu den Kämpfen um Titel und Medaillen an.