An den ersten Tagen der Junioren-Weltmeisterschaft in Trnava sind es die Griechisch-Römisch-Spezialisten, die um Titel und Medaillen kämpfen. Zum Auftakt griffen Schwergewichtler Franz Richter (130 kg/AVG MArkneukirchen), sowie Van Meier (63 kg/ASV Urloffen) und Steven Ecker (55 kg/KSV Köllerbach) ins Kampfgeschehen ein.
Nach zwei Siegen und einer Viertelfinal-Niederlage gegen Amin Mirzazadeh (IRI) musste Franz Richter noch einmal zittern, doch der Iraner schaffte den Sprung ins Finale und der DRB-Schwergewichtler kann in der Hoffnungsrunde erneut ins Kampfgeschehen eingreifen.
Franz Richter begann in der Qualifikation mit einem souveränen Sieg durch technische Überlegenheit (9:0) gegen den Japaner Sota Okumura. Im Achtelfinale folgte ein schwerer Kampf gegen Anton Savenko (KAZ), gegen den er 2015 bei den Weltmeisterschaften der Kadetten auch schon knapp verloren hatte. Diesmal gelang dem Markneukirchner ein 3:3, bei dem er bedingt durch die höhere Wertung, die Nase vorn hatte und ins Viertelfinale einzog. Nachdiesem schweren- und sehr aufwendigen Kampf stand im Viertelfinale das Duell gegen den amtierenden Asienmeister Amin Mirzazadeh (IRI) an. Gegen den Iraner fehlte am Ende das letzte Quentchen Glück und auch etwas Gewicht, denn der Mizazadeh dürfte weitaus mehr auf den Rippen haben, als Richter mit nicht einmal 110 kg. Mit einem Verwarnungspunkt ging der Schützling von Nachwuchs-Bundestrainer Maik Bullmann in Führung, doch in Runde zwei schob der Iraner den DRB-Ringer zweimal ins Aus und verteidigte das 2:1 gegen den Endspurt Richters, der im Bundes-Leistungszentrum Frankfurt(O.) unter den Fittichen von Stützpunkttrainer Maik Bitterling trainiert.
In der Hoffnungsrunde kämpft Franz Richter gegen den Sieger des Duells Sarkhan Mammadov (AZE) und Fathi Bozkurt (TUR). Gewinnt er den Kampf, steht er im kleinen Finale um Bronze, wo der Georgier Beka Makaridze wartet.
Der Deutsche Juniorenmeister Van Meier begann das Turnier mit einem Schultersieg gegen Harushi Shimaya (JPN), nachdem er einen Wurf des Japaners konterte. Nichts für schwache Nerven war sein Achtelfinalduell gegen den Chinesen Delin Wang (siehe Foto, Jörg Richter), das mit 9:9 endete, wobei dem Südbadener kurz vor Kampfende die entscheitende Wertung gelang. Im Viertelfinale dann die 3:13-Niederlage gegen Erbol Bakirov (KGZ), der dann im Halbfinale den starken Russen Azamat Kairov bezwang. Mit dem Finaleinzug des Kirgisen kann auch Van Meier in der Hoffnungsrunde weiter kämpfen, wo er auf den Sieger des Duells Alston Nutter (USA) / Hrachya Poghoshyan (ARM) trifft.
Ausgeschieden ist hingegen Steven Ecker, für den es bei den Welttitelkämpfen vor allem darum ging, Erfahrungen zu sammeln. Der junge Ringer, der erst in diesem Jahr in den Juniorenbereich aufrückte, unterlag gegen Alpamys Dastanbek (KAZ) mit 0:9 Punkten. Da der Kasache das Finale verfehlte, kann der Saarländer auch nicht über die Hoffnungsrunde nochmals ins Kampfgeschehen eingreifen.
Am zweiten Wettkampftag ist Europameister Andrej Ginc (60 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) gefordert, der im Achtelfinale auf den Chinesen Libin Ding trifft. Auch Anthony Sanders (72 kg/ESV München-Ost) greift ins Kampfgeschehen ein, sein erster gegner ist der Bulgare Krasimir Krumov.