Nachdem Anastasia Blayvas (57 kg/KFC Leipzig) am vierten Wettkampftag der Kadetten-Europameisterschaften in Skopje (MKS) für eine Bronzemedaillen bei den jungen Damen sorgte, standen am Freitag, dem letzten Tag der Damenwettkämpfe mit Rebekka March (46 kg/SV Warnemünde) und Hanna Frotscher (53 kg/ASV Schaafheim) weitere zwei DRB-Ringerinnen im kleinen Finale um Bronze.

Und Hanna Frotscher schaffte es; die Ringerin vom ASV Schaafheim sicherte dem deutschen Team mit einem 8:1-Sieg über Julie Dalsbotten (NOR) eine weitere Bronzemedaille. Mit schnellen- und aggressiv vorgetragenen Beinangriffen holte sich die junge Ringerin aus Hessen die Siegpunkte und den, am Ende souveränen Erfolg.
Und fast wäre es eine zweite Medaille geworden, denn in einer umkämpften Begegnung führte Rebekka March bis eine halbe Minute vor Kampfende, als Aishan Yusifova (AZE) mit einem Beinangriff das Blatt mit 2:1 zu ihren Gunsten wendete und die Ringerin aus Warnemünde auf den 5. Platz verwies.

Dabei hatte Rebekka March schon am Vortag Pech, denn auch da führte sie im Viertelfinale gegen Albina Rilla (UKR), als sie von der Ukrainerin nach einem Beinangriff auf beide Schultern gedrückt wurde. Albina Rillia kämpfte sich ins Finale und so stand Rebekka March, die im Leistungszentrum Frankfurt(O.) trainiert, am Freitagmorgen im Hoffnungsrundenduell Wioleta Giers (POL) gegenüber, die sie mit einer Zangentechnik im Bodenkampf schulterte.

Hanna Frotscher bezwang im Achtelfinale Viktoryia Volk (BLR) mit 4:4 Punkten und warf im Viertelfinale auch Georgiana Copaceanu /ROU) mit 6:1 au dem Rennen. Amina Tandelova (RUS) stoppte im Halbfinale den Siegeszug der Ringerin aus Hessen, die russische Ringerin zog damit ins große Finale ein und Hanna Frotscher kämpfte Freitagabend um den 3. Rang – und schaffte mit ihrem Sieg über die Norwegerin auch den Sprung auf das Siegerpodium.

Bellscheid im Finale

Neben den letzten Kämpfen der jungen Damen, starteten am Freitagmorgen auch die ersten Wettkämpfe im Griechisch-Römischen Stil auf dem Plan.
Und Samuel Bellscheid (65 kg/KSK Konkordia Neuss) sorgte gleich für den ersten Kracher, der Ringer aus Nordrheinwestfalen zog Vasyl Vasylkivskiy (UKR) aus dem Lostopf, den er im Achtelfinale mit 8:1 Punkten bezwang. Der Siegeszug führte Bellscheid mit einem Sieg durch technische Überlegenheit (9:0) über Mikael Karlsson ins Halbfinale, wo sich der DRB-Ringer gegen Tansel Ortucu (TUR) in einem knappen Duell durchsetzte. Im Finale steht Samuel Bellscheid am Samstagabend Muslim Imadaev (RUS) gegenüber.

Numan Bayram (55 kg/RE Büdesheim) traf in der Qualifikation auf Teodor Georgiev (BUL), den er mit 8:0 Punkten aus dem Rennen warf. Doch schon im Achtelfinale das Aus für den deutschen Ringer, der gegen Mert Ilbars (TUR) mit 2:11 Zählern unterlag. Der türkische Ringer unterlag im Viertelfinale und so war für Numan Bayram das Turnier beendet.

Auch Anton Vieweg (80 kg/RV Lugau) gab in der Qualifikation gegen Karen Khachatryan (ARM) alles, unterlag jedoch mit 7:9 und schied aus, da der Armenier das Finale verfehlte, denn nur wenn  Khachatryan den Endkampf um Gold erreicht hätte, wäre für Vieweg der Weg über die Hoffnungsrunde frei gewesen.

Die zweite Gruppe der Griechisch-Römisch-Spezialisten greift am Samstagmorgen ins Kampfgeschehen ein.  Der leichteste, deutsche Ringer Jonas Lenz (45 kg/SV Untergriesbach) kämpft in der Qualifikation gegen Edmond Nazarian (BUL), im Limit bis 60 kg bekommt es Deni Nakaev (KSK Neuss) mit Khanahmad Zeynalov (AZE) zu tun. Auch Kevin Gremm (71 kg/KSV Hüttigweiler) zog mit Hlib Skorofatov einen der starken Ukrainer aus dem Lostopf. In der Gewichtsklasse bis 92 kg steht Maximilian Glok am Samstagmorgen Artur Urtaev (ISR) gegenüber.