Christopher Kraemer, Aushängeschild des TSV Westendorf und DRB-Kaderathlet, bleibt auch in der kommenden Saison im Ostallgäu. Foto: Stefan Günter

 

Bis zum 31. Mai läuft die Wechselfrist in der Ringer-Bundesliga, doch schon jetzt buhlen alle Vereine um die Athleten. Der TSV Westendorf meldet bereits jetzt Vollzug bei zwei Athleten. Christopher Kraemer und Michael Heiß werden auch in der kommenden Saison 2018/2019 das TSV-Emblem auf der Brust tragen.

„Sicherlich sind wir sehr erleichtert und freuen uns auch, dass wir beide Ringer weiterhin für uns gewinnen können“, betont Abteilungsleiter Thomas Stechele. Besonders der 22-jährige Kraemer, der nicht nur dem Nationalkader, sondern auch der Sportfördergruppe des Spitzensports der Bayerischen Polizei angehört, ist ein mehr als gefragter Sportler. „Chris findet optimale Bedingungen bei uns in Westendorf vor. Er kann immer trainieren. Zudem bieten wir ihm die wichtigste Voraussetzung: Der TSV ringt Erste Bundesliga.“ Für Cheftrainer Klaus Prestele ist Kraemer, der im vergangenen Jahr bei der U23-WM in Polen und der EM in Serbien auf der Matte stand, Publikumsmagnet und ein ausgezeichneter Sportler. „Er ist schon in den jungen Jahren ein Vollprofi und hat bisher eine hervorragende Entwicklung hinter sich gebracht. Wir sind sehr froh, ihn noch eine weitere Saison an den Verein binden zu können“, macht der 40-jährige Übungsleiter deutlich. Christopher Kraemer schlug einige Angebote von Deutschlands Spitzenclubs aus. Die Nachfrage an ihn ist enorm. „Mir ist das Umfeld extrem wichtig. Dass der Kern der Mannschaft zusammenbleibt, hat für mich eine große Bedeutung“, so Kraemer. Er sei gern Teil dieses tollen Teams und freue sich auf die neue Saison. Derweil macht ihm aber seine Verletzung am linken Sprunggelenk immer noch zu schaffen. Bei der WM in Polen Ende November zog er sich nämlich ein Knochenmarksödem zu. Kraemer hält sich aber weiterhin mit Krafttraining und Kraftausdauer fit.

Ein wichtiger Bestandteil des neuformierten Bundesliga-Teams ist auch Michael Heiß. „Er ist nicht nur ein wichtiger Ringer, sondern übernimmt auch Traineraufgaben“, sieht Klaus Prestele in dem 26-Jährigen eine wichtige Stütze. Heiß sei ein enormer Motivator und „einfach unverzichtbar“. In die gleiche Kerbe schlägt auch Thomas Stechele. „Michi ist eine treue Seele des Vereins. Er ist Westendorfer durch und durch.“ Genau deshalb gab es für ihn auch überhaupt keine Diskussion, ob er den Verein wechseln würde. „Seit Jahren beißen sich viele an uns Westendorfer Ringer die Zähne aus. Mittlerweile wissen es auch schon viele Vereine“, so Michael Heiß, der als Eigengewächs gerne für seinen TSV aufläuft. „Wir kommen als Team super aus. Ich fühle mich einfach wohl. Es ist wie eine Familie.“