Der Jubel von Nur-Sultan, im fernen Kasachstan, klingt allen noch in den Ohren. Mit vier Bronzemedaillen, aber auch fünf Qualifikationen für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio glänzten die deutschen Ringerinnen und Ringer Mitte September, einem Ergebnis, dass alle Erwartungen übertraf. Zwar gewannen die DRB-Athleten in Paris 2017 mit einmal Gold-, zweimal Silber und einer Bronzemedaille ein höherwertiges Ergebnis, doch waren die Weltmeisterschaften in Kasachstan mit der Olympiaqualifikation gekoppelt, daher standen diese Titelkämpfe auf erheblich höherem Level.

Die Kämpfe von Nur-Sultan sind im Trainerteam analysiert, der langfristige Weg der Olympiastarter wird nun eingeschlagen, während jene, die das Ticket noch holen wollen, nun auf das Europa- und Weltturnier im März und April schauen, wo allerdings das Finale erreicht werden muss um eines der begehrten Tickets nach Tokio zu erhalten.

Doch auch die Generation 2024 steht noch in den Startlöcher, denn für diese jungen Ringer und Ringerinnen stehen diese Titelkämpfe, als letzter Höhepunkt des Jahres 2019 noch an. Ausgetragen werden die Kämpfe vom 28. Oktober bis zum 3. November in Budapest (HUN). Die Titelkämpfe in dieser Altersklasse wurden erst vor einigen Jahren wieder eingeführt – und das mit gutem Erfolg. „Wir sehen die Welt- und Europameisterschaften der Altersklasse U23 als guten Übergang vom Juniorenbereich in die Männer-, bzw. Frauenklasse“, so DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis, der die Wiedereinführung der U-23 durch den Ringer-Weltverband United World Wrestling (UWW) begrüßte.

Für den Freistilbereich, der am 28. Oktober den Startschuss zu den Titelkämpfen gibt, nominierte Bundestrainer Jürgen Scheibe mit Viktor Lyzen (57 kg), Johannes Deml (86 kg), Ilja Matuhin (92 kg) und Erik Thiele (97 kg) vier Ringer für die Titelkämpfe in Budapest (HUN), mit Witalis Lazowski (72 kg), Jan Zirn (97 kg) und Franz Richter (130 kg) entsendet der griechisch-römische Bereich drei Athleten, die in Budapest durch Bundestrainer Maik Bullmann betreut werden. Auf Grund der Terminfülle in diesem Jahr, verzichtet Frauen-Bundestrainer Patrick Loes mit seinen jüngeren Damen auf einen Start in Budapest. “Da wir die Altersklasse U23 im Jahresverlauf schon bei der Europameisterschaft der Frauen, der U23-Europameisterschaft, den Eurogames und der Weltmeisterschaft der Frauen in Nur-Sultan (KAZ) eingesetzt haben, verzichten wir auf einen Start bei den U23-Weltmeisterschaften, zudem wir bereits mit der Vorbereitung auf die Olympia-Qualifikationsphase beginnen, denn einige von den jungen Athletinnen haben noch Chancen sich dort durchzusetzen”, begründet Frauen-Bundestrainer Parick Loes den Verzicht auf den WM-Start in Budapest.

Die beiden deutschen Männer-Teams
Freistil:
57 kg: Viktor Lyzen (KSV Köllerbach)
86 kg: Johannes Deml (RWG Mömbris-Königshofen)
92 kg: Ilja Matuhin (1. Luckenwalder SC)
97 kg: Erik Thiele (KAV Mansfelder Land)

Grischisch-römischer Stil:
67 kg: Witalis Lazowski (SV Wacker Burghausen)
97 kg: Jan Zirn (KG Baienfurt)
130 kg: Franz Richter (RSV Hansa 90 Frankfurt/O.)