Es sind bewegende Momente für die deutsche Ringerfamilie seit der Tod von Yvonne Englich bekannt wurde, die nur 38 Jahre alt wurde und am vergangenem Montag einem Krebsleiden erlag. Mehrere Hundert Freunde, Bekannte, Arbeits- und Trainingskollegen begleiteten die ehemalige Ringerin am Freitag auf ihren letzten Weg zum Friedhof ‘Auf dem Schnee’ in Witten, wo in einer bewegenden Trauerfeier viele Tränen flossen.

Traurige Minen auch am Samstag beim Ranglistenturnier der Frauen und Mädchen in Ransbach-Baumbach, wo Trainingspartnerinnen, Kontrahentinnen und Weggefährtinnen mit einer Gedenkminute der Verstorbenen gedachten, die von 1997 bis 2005 zahlreiche nationale-, aber auch internationale Medaillen gewann. Bei ihrem ‘Come Back’ ab 2009 gewann Yvonne Englich bei der Heim-Europameisterschaft 2011 in Dortmund die Bronzemedaille. Das Ziel, gemeinsam mit ihrem Ehemann Mirko Englich, der 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking Silber gewonnen hatte, beim Olympischen Turnier ein Jahr später in London teilzunehmen, verfehlten Beide in den Qualifiaktionskämpfen.

Bei den ‘Offenen’ Rheinland-Meisterschaften, die zugleich als DRB-Ranglistenturnier für alle Kaderringerinnen ausgeschrieben waren, wurden auch Teile ihrer selbst verfassten Trauerrede verlesen: “Wenn ihr mal hinauf schaut zum Himmel – der hellste Stern da oben, das bin ich”.

Aus den sich anschließenden Kämpfen der Frauen gingen in den vom Ringer-Weltverband UWW neu gestaffelten olympischen Gewichtsklassen Katharina Baumgartner (50 kg/SC Anger), Nina Hemmer (53 kg), Laura Mertens (57 kg/beide AC Dormagen-Ückerath), Luisa Niemesch (62 kg/SVG Weingarten), Maria Selmaier (68 kg/KSC Motor Jena) und die WM-Zweite von Paris 2017 Aline Focken (76 kg/KSV Krefeld) als Siegerinnen hervor.