Wenige Tage nach dem Ende der Ringer-Weltmeisterschaft in Nur-Sultan ist nun auch die Pause in der Blaguss-Bundesliga vorüber. Höhepunkt des zweiten Kampftages ist gleich der Klassiker zwischen dem KSV Götzis und KSK Klaus. Immer wenn sich beide Rivalen gegenüberstehen, sind Spannung und hochklassige Kämpfe garantiert.

Bei einem genauen Blick auf die Statistik der vergangenen Jahre ist zu sehen, dass sich beide Teams überhaupt nichts schenken. Knappe Duelle sind hier keine Seltenheit. Auffallend in der Wettkampfrunde 2018: Während der KSV seinen Heimkampf deutlich mit 36:23 für sich entschied, drehte der KSK im Rückkampf den Spieß herum und holte sich einen 38:17-Heimtriumph. RSVV-Präsident Martin Klien fiebert bereits diesem Schlager entgegen. „Ich freue mich auf einen tollen Ringsportabend mit interessanten Kämpfen.“ Trotz der Bundesliga-Pause standen die Teams im Training. „Wir haben die Zeit genutzt, um die Jungs noch konditionell fitter zu machen“, sagt Cheftrainer und Sportdirektor Bernd Ritter. Alles in allem dürfe sich sein Team gegen den ewigen Rivalen nichts erlauben. „Wir stehen vor einer ungewohnten Situation. Nach dem Auftaktkampf fangen wir wieder bei null an.“ Klaus zerlegte Anfang September den ACV Innsbruck deutlich mit 51:5, während es Götzis deutlich spannender machte. Im Derby gegen Magic Fit AC Hörbranz gingen sie knapp mit 30:27 in fremder Halle als Sieger hervor. „So richtig taktieren können wir diesmal nicht, dennoch hoffe ich, dass wir die passende Aufstellung, ja den richtigen Riecher haben werden“, zeigt sich Ritter optimistisch. Denn die Karten sind neugemischt. Was die Starterlaubnisse für ausländische Ringer angeht, liegt Götzis mit sechs Ringern klar vor Klaus (zwei Athleten). Doch das muss nichts heißen. Vor keinen leichten Aufgaben stehen die beiden Klauser WM-Teilnehmer Dominic Peter und Johannes Ludescher, die sich in ihren Duellen wohl ziemlich strecken müssen. Besonders Lukas Hörmann dürfte im Schwergewicht Ludescher alles abverlangen. „Ich hoffe, dass Johannes nach der WM vom Kopf frei ist“, so Bernd Ritter.

Unterdessen ist der KSV Götzis als Gastgeber bereit für das Derby. Nach dem knappen Auftaktsieg in Hörbranz soll nun der nächste Erfolg her. „Für mich sind die Begegnungen gegen Klaus immer etwas Besonderes. Daher erwarte ich knappe, spannende Kämpfe vor einer ausverkauften Sporthalle“, lässt sich Coach Matthias Kathan vor dem Kräftemessen nicht in die Karten blicken. Entscheidend für ihn sei aber, wer die bessere Aufstellung habe. „Es kommt auf jeden Punkt an, damit wir am Samstag die Matte als Sieger verlassen.”

Um 19.30 Uhr ist Anpfiff für zwei weitere Duelle in der Blaguss-Bundesliga. Titelträger A.C. Wals muss gegen die KG Hötting/Hatting ran, während der KSV Söding den RSC Inzing zum Gegner hat.

Kampf trotz WM

Am vergangenen Wochenende stand trotz der Ringer-WM ein Kampf in der Blaguss-Bundesliga auf dem Programm. Hier empfing Magic Fit AC Hörbranz den AC Vollkraft Innsbruck. Für die Tiroler gab es wie schon beim Saisonauftakt vor knapp drei Wochen erneut keine Punkte. Gab es vor heimischem Publikum eine saftige 5:51-Abfuhr gegen Klaus, so mussten sich die Innsbrucker diesmal mit 14:42 deutlich geschlagen geben. Nur drei Kämpfe gingen auf das Konto der Gäste. Hörbranz dagegen bot eine starke Leistung, wobei Mannschaftskapitän Lukas Staudacher mit zwei souveränen Siegen aufhorchte. Auch die beiden Legionäre Giorgi Mephishvili und Gia Kutchava blieben siegreich.

Start der 2. Bundesliga

An diesem Wochenende greift auch die Zweite Bundesliga ins Wettkampfgeschehen ein. Wieder am Start sind die Juniorteams des KSV Götzis und KSK Klaus. Auch der URC Wolfurt geht wieder auf die Matte. Götzis muss gegen Klaus ran. „Unsere Nachwuchssportler wollen nach dem zweiten Platz aus der Vorsaison auch heuer wieder ihr Können unter Beweis stellen. Ich bin überzeugt, dass auch diesmal wieder alles möglich ist“, sagt Götzis Coach Matthias Kathan vor dem Auftaktwochenende. Wolfurt erwartet daheim die Juniors des RSC Inzing.

Bild: WM-Teilnehmer Dominic Peter (rotes Trikot) will mit dem KSK Klaus das Derby in Götzis gewinnen. Foto: KSK Klaus