In der Swiss Wrestling Winforce Premium League kündigen sich wieder bekannte Duelle an. Die Willisau Lions dokumentieren einen guten Lauf. Sie können derzeit auf einen vollständigen Kader zurückgreifen und gut variieren. So auch der Titelverteidiger Ringerstaffel Kriessern, dessen jungen Athleten immer mehr Reife auf der Matte demonstrieren. Deshalb endete das Duell der beiden derzeit führenden Klubs 17 zu 17. Bis 65 kg Freistil entriss der Willisauer Lukas Bossert dem Ostschweizer Christoph Wittenwiler eine 18 zu 1 Technische Überlegenheit, diese glich Marc Dietsche, Sohn von Cheftrainer Hugo Dietsche, wiederum mit einem 18 zu 3 gegen Willisaus Vertreter Roger Junker aus. Alle anderen Kämpfe endeten mit knappen Punktsiegen. Bemerkenswert der Vergleich bis 130 kg im Griechisch-römischen Stil zwischen Scherrer (Willisau) und Betschart (Kriessern). Diese zwei Athleten sind die international startenden Schweizer Junioren bis 84 kg im Freistil und Greco. Betschart behielt durch einen erfolgreichen Durchdreher und eine wirkungsvolle Bodenabwehr die Nase vorn.

Beide Teams traten ohne ihre Stars Stefan Reichmuth (LL) und Damian Dietsche (GR), die zu diesem Zeitpunkt bei den Militärweltmeisterschaften weilten, an. Natürlich wollen beide Vereine Leader nach der Vorrunde sein, weil sie dann im Halbfinale auf den Viertplatzierten treffen. Wer das sein wird, ist offen. Die Ringerriege Schattdorf aus dem Kanton Uri bezwang denkbar knapp die Ringerriege aus Einsiedeln im Nachbarkanton Schwyz mit 19 zu 18. Es war für alle in der Sporthalle des Klosterdorfes ein Krimi. Einsiedeln besitzt nur eine Chance:

Ein höherer Sieg auswärts im Uri und muss hoffen, dass der Gegner in der Rückrunde keinen weiteren Sieg landet. Vermutet wird deshalb, dass sie am kommenden Samstag nicht mit allen Leihringern nach Willisau anreisen werden. Sie geben sicherlich die Freigabe u.a. für Oberriet-Grabs zum Spitzenkampf in der Challenge League gegen die Ringerriege Brunnen.

Für Schattdorf steht gegen die Ringerriege Hergiswil ein vorentscheidender Kampf ins Haus. Die Urschweizer können mit einem Sieg dem Abstiegsduell gegen den Meister der unteren Liga entrinnen und eine Grundlage für den Einzug in das Halbfinale schaffen.

Die Ringerstaffel Freiamt reist unbeschwert nach Kriessern: Ihre wichtigen Punkte wird sie sich in der Rückrunde gegen Ensiedeln, Schattdorf und Hergiswil sichern.
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