Vom 17. bis 19. Mai hatte der Vorstand des Österreichischen Ringersport-Verbandes (ÖRSV) alle Kaderathleten, Trainer, Betreuer und Funktionäre und Landesverbandspräsidenten ins Sporthotel Wagrain eingeladen, um das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen, aber auch um einen Blick auf die kommenden Aufgaben zu werfen.

Das Wochenende war voll gepackt mit Gesprächen, Analysen, sowie mit Einschwören auf neue Zielstellungen. „Das  Jahr 2018 war eines der Erfolgreichsten in der jüngeren Sportgeschichte des ÖRSV“, so Vizepräsident Sport Toni Marchl seit Verbandsgründung 1952, der beim Verbandsabend alle Beteiligten der Reihe nach auf die Bühne rief, wo sie die neue Ausrüstung entgegen nahmen, mit der sie den ÖRSV repräsentieren. „Wir wollen hier in Wagrain auch Danke sagen, für das Engagement Vieler, die mitwirken um den Ringkampfsport in Österreich weiter zu entwickeln“, so Toni Marchl, der gemeinsam mit ÖRSV-Präsident Mag. Thomas Reichenauer jeden Einzelnen die Hand schüttelte.

Nach der Anreise aller Beteiligten am Freitag im Sporthotel, traf man sich zu ersten Besprechungen und Meetings, sowie einem gemeinsamen Abendessen. Anschließend ging es in den großen Saal des Sporthotels Wagrein zum ÖRSV-Verbandsabend, wo neben Ehrungen und der Einkleidung auch der Blick auf die U23-Europameisterschaft geworfen wurde, die in einem Jahr in Wals-Siezenheim ausgetragen wird. Wie dem Vortrag von Organisationsleiter Toni Marchl zu entnehmen war, laufen die Vorbereitungen bereits jetzt auf Hochtouren. In einer sehr detaillierten Konzeption wurden die Eckpunkte den Anwesenden vorgestellt. „Es wird eine Europameisterschaft von Ringer für Ringer und nicht für Funktionäre mit Ringen als Beiwerk“, unterstrich Toni Marchl, dass vom 13.-19. Juli 2020 der Sport im Vordergrund stehen soll. Junge Athleten wie Markus Ragginger, Christopher Burger, Simon Marchl, Benjamin Greil, Kathrin Mathis und Kim Gmeiner blicken bereits gespannt auf diese Titelkämpfe auf heimischen Matten, aber auch Franz Richter aus dem deutschen Partnerverband, der wie Markus Ragginger gleich zwei Medaillen bei den Europa- und Weltmeisterschaften der Junioren 2018 erkämpfen konnte, wird in den nächsten zwei Jahren als Testimonial in Deutschland für die Veranstaltung werben.
„Wir brauchen jede helfende Hand“, startete der ÖRSV bereits jetzt einen Aufruf, bei dem Volunteers zur Unterstützung eingeladen werden. Der Abend endete mit Gesprächen in gemütlicher Runde, bei denen auch so manche Begebenheit aus früheren Tagen aufgefrischt wurde.

Der Samstag war vollgepackt mit Meetings, Absprachen und dem großen Fototermin für Mannschaften und Verantwortliche.

Trainer, Physiotherapeuten, aber auch die Marketingabteilung und der Bereich Presse/Öffentlichkeitsabeit wurden auf die anstehenden Höhepunkte eingeschworen. Und da stehen mit den European Games in Minsk (BLR), sowie den Weltmeisterschaften der Männer und Frauen in Nur Sultan (KAZ), wo auch die ersten Olympiatickets für Tokio 2020 vergeben werden, hochkarätige Wettkämpfe für die ÖRSV-Athleten, Trainer, Betreuer und Funktionäre an, nicht zu vergessen die noch ausstehenden, internationalen Einzelmeisterschaften der Kadetten und Junioren.  Die Weltmeisterschaft der U23 in der letzten Oktoberwoche 2019 stellt die letzte, große Hürde in diesem Kalenderjahr dar, bevor es dann in die Schlussphase der Mannschaftsmeisterschaften in den verschiedenen Bundes- und Landesligen geht.

Zu Recht ist man stolz auf das Erreichte. So hat sich Martina Kuenz, der in Wagrain ein besonders herzlicher Empfang bereitet wurde, in der Weltspitze etabliert, Markus Ragginger holte im Juniorenbereich gleich zwei internationale Silbermedaillen, sowie 16 Weltcupmedaillen wurden 2018 erkämpft. Während es eine ganze Reihe von internationalen Anschlussleistungen von ÖRSV-Nachwuchsathleten gab und auch die Handschrift von Sven Thiele im Freistil sichtbar wird, wie bei der Europameisterschaft in Bukarest (ROU) sichtbar wurde.

Dabei geht der Blick auch schon voraus, wobei es der Ringkampfsport in Österreich geschafft hat, sich mit den Erfolgen der letzten Monate und Jahre aus der Reihe der Randsportarten herauszulösen und ins Rampenlicht der überregionalen Radio- und TV-Sender zu rücken, was jedoch auch Ansporn und Motivation zugleich ist, um am Ende auch im Scheinwerferlicht der großen Medien zu bleiben.
Präsident Mag. Thomas Reichenauer unterstrich in seiner Rede am Verbandsabend, dass eine ganze Reihe von Sponsoren für die EM neu hinzugewonnen werden konnten, Ringsport in Österreich auf einer neuen, höheren Ebene kämpft, die vor allem durch die Heim-EM im kommenden Jahr mit sportlicher- aber auch organisatorischer Höchstleistung zusätzlich untermauert werden soll.