Die Militär-Weltmeisterschaft in Moskau begann mit einem Paukenschlag für die deutsche Delegation: Nina Hemmer (53 kg/AC Ückerath) erkämpfte gleich zum Auftakt der CISM die Goldmedaille.

Auch Alexander Semisorov (70 kg/RV Rümmingen) erreichte das Finale, unterlag dort jedoch dem russischen Olympiasieger Soslan Ramonov, gewann nach Siegen über Kadmani (SYR) und Byambadorj (MGL) die Silbermedaille. Nicht zuletzt kämpfte sich auch Horst Lehr (57 kg/VfK Schifferstadt) ins kleine Finale um Bronze, unterlag dort jedoch und beendete das Turnier auf Rang fünf. Weitere fünfte Plätze belegten Johann Steinforth (74 kg/RS Sudenburg) und Jaqueline Schellin (50 kg/TV Mühlacker) nach Niederlagen im kleinen Finale.  Viktor Lyzen (61 kg/KSV Köllerbach) und Kevin Henkel (65 kg/TSV Dewangen) schieden nach Niederlagen aus, Achmed Dudarov (86 kg/SV Weingarten) beendete das Turnier verletzungsbedingt.

„Vor allem Gastgeber Russland hat eine starke Mannschaft auf der Matte, die mit internationalen Spitzenringern wie Olympiasieger Soslan Ramonov, dem Weltmeister von 2014 und Vizeweltmeister 2017 Khetik Tsabolov, oder dem frischgebackenen Europameister Vladislav Baitsaev, bis hin zum U23-Weltmeister Nachiyn Kuular  ausgesprochen stark besetzt ist“, schätzt Freistil-Bundestrainer Jürgen Scheibe das Niveau als ‘sehr hoch’ ein, zudem auch weitere Delegationen aus Weißrussland, Kasachstan, Iran, Nord- und Südkorea, der Mongolei und Aserbaidschan mit ihren besten Auswahlringern in Moskau vertreten sind.

Ab Freitag greifen die Griechisch-Römisch-Spezialisten ins Kampfgeschehen ein, wobei die deutsche Riege um Bundestrainer Michael Carl auch da mehrere Medaillenhoffnungen aufbieten kann.

Foto: Die Europameisterschaft in Kaspiisk (RUS) beendete Nina Hemmer (AC Ückerath) vor zwei Wochen nach nur einem Kampf gegen Aysun Erge (TUR) recht unglücklich, nun zeigte die Sportsoldatin bei der Militär-WM in Moskau (RUS) ihr Können und erkämpfte den Titel in ihrem Limit. Foto: Jörg Richter