Zum Auftakt der Ringer-Weltmeisterschaften, die vom 14. bis 22. September in Nur-Sultan (KAZ) ausgetragen werden, traten die ersten drei deutschen Starter, Fabian Schmitt (55 kg), Michael Widmayer (72 kg/beide SV Wacker Burghausen) und Pascal Eisele (82 kg/SV Fahrenbach) auf die Matten in der Barys-Arena. Während Eisele und Schmitt nach Niederlagen ausgeschieden sind, kann Widmayer am Sonntag in der Hoffnungsrunde neu angreifen.

Fabian Schmitt unterlag in seinem Auftaktduell dem US-Ringer Max Nowry mit 1:10 Punkten. Nachdem der DRB-Ringer zur Kampfpause noch mit 1:0 führte, drehte Nowry im zweiten Durchgang auf und siegte nach einer Technikstafette vorzeitig durch technische Überlegenheit. Ähnlich erging es Pascal Eisele, der gegen den russischen Spitzenringer Adlan Akiev zunächst gut mithielt, doch im Bodenkampf chancenlos war. Da Nowry und Akiev jeweils im Viertelfinale scheiterten und das Finale damit verfehlten, ist für Schmitt und Eisele die WM bereits wieder zu Ende.

Michael Widmayer wurde einmal mehr seinem Ruf als ‚Kämpfer‘ gerecht. Der 25-Jährige wühlte und ackerte sich gegen Ming Dian Ling (TPE) und dem Lokalmatadoren Demeu Zhadrayev (KAZ) mit Siegen ins Viertelfinale. Gegen Ling aus Chinese Taipe gelang dem DRB-Ringer ein vorzeitiger 8:0-Erfolg, im Achtelfinale wurde Widmayer vom Kasachen voll gefordert, der Schützling von Bundestrainer Michael Carl drehte den Kampf kurz vor Ende mit 4:3 noch zu seinen Gunsten. Im Viertelfinale lag Michael Widmyer bereits in Führung, als dem Usbeken Aram Vardanyan ein Wurf gelang, mit dem er die Begegnung auf den Kopf stellte. Vardanyan verteidigte den Vorsprung gegen den Ansturm des Deutschen, nach dem Schlussgong blieben beide Ringer völlig ausgepumpt liegen. Widmayer und Vardanyan hatten alles gegeben. Mit dem knappen 4:3 zog Vardanyan ins Halbfinale ein, das er gewann. Bedingt durch die Teilnahme des Usbeken am WM-Finale in dieser nichtolympischen Gewichtsklasse, kann Widmayer am Sonntag in der Hoffnungsrunde erneut ins Kampfgeschehen eingreifen.

Bild: Michael Widmayer (rotes Trikot) steht in der Hoffnungsrunde der Weltmeisterschaft. Foto: Jörg Richter