Spannende Wettkämpfe, eine volle Sporthalle, tolle Stimmung – die Rheinland-Meisterschaften der Jugend in beiden Stilarten in Boden im Westerwald begeisterte Fans wie Offizielle. Mehr als 80 Sportler aus fünf Vereinen waren in die Ahrbachhalle der Westerwald-Gemeinde gekommen, um die neuen Rheinland-Meister zu ermitteln.

„Es ist schön, dass so viele Jugendliche zu diesen Rheinland-Meisterschaften gekommen sind. Das zeigt, dass den Vereinen die Nachwuchsarbeit am Herzen liegt und das hier im Rheinland gute Arbeit gemacht wird“, so Thomas Ferdinand (Großholbach), der Präsident des Schwerathletikverbandes Rheinland. Und Oliver Eich (Bad Kreuznach), der Jugendreferent des Schwerathletikverbandes Rheinland, sieht dies durchaus als Beleg für einen Aufschwung bei den Ringern im Rheinland.

83 Teilnehmer im freien Stil, 82 Sportler im klassischen Stil – gemeldet waren sogar mehr als 100 Athleten – bedeuten in der Tat eins der größten Teilnehmerfelder bei Landesmeisterschaften im Rheinland. Im vergangenen Jahr in Langenlonsheim waren es 91 Athleten, 2017 gingen in Boden lediglich 44 Ringer an den Start.

Für diesen Aufschwung bei den Ringern steht vor allem der ASV Karthause. Der Koblenzer Verein stellte allein 38 Sportler bei den Rheinland-Meisterschaften. „Der ASV Karthause macht eine hervorragende Nachwuchsarbeit“, freut sich Thomas Ferdinand über diese Zahlen. Und auch Oliver Eich sieht die dortige Arbeit sehr positiv. „Wir können froh sein, dass es dem ASV Karthause gelingt, so viele Jugendliche und Kinder für den Ringersport zu begeistern. Das hilft dem ganzen Rheinland“, so der Jugendreferent.

Das zweitgrößte Team stellte die WKG Metternich/Rübenach/Boden mit 26 Sportlern im freien und 25 Sportlern im klassischen Stil. Die WKG Untere Nahe war mit 15 Athleten in Boden vertreten, der AC Oberstein und der AC Mittel-/Kirchenbollenbach hatten jeweils zwei Sportler in den Westerwald geschickt.

Auch in sportlicher Hinsicht waren die Verantwortlichen beim Schwerathletikverband Rheinland mit den Rheinland-Meisterschaften zufrieden. „Wir haben hier durchaus einige Erfolg versprechende Talente gesehen“, betont Landestrainer Karl-Heinz Helbing. Das lasse für die Zukunft des Ringersports im Rheinland hoffen, ist er überzeugt. Froh ist der Landestrainer aber auch über die gute Teilnehmerzahl in Boden. „Das schafft Wettkampfmöglichkeiten für die jungen Sportler, sie können sich mit anderen Ringern messen und sie schnuppern so wichtige Wettkampfluft“, freut er sich.

„Einige der Sportler hier in Boden werden wir in diesem Jahr sicher auch bei Deutschen Meisterschaften sehen“, ist Oliver Eich überzeugt. Gemeinsam mit dem Landestrainer werden die beiden nach den Rheinland-Meisterschaften mehrere Sportler in den Blick nehmen, die dann bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Februar und bei Lehrgängen die Leistungen von Boden bestätigen sollen. „Danach schauen wir, wen wir für das Rheinland auf die Deutschen Meisterschaften schicken werden“, so Karl-Heinz Helbing.

Erfolgreichster Verein bei den Rheinland-Meisterschaften war in beiden Stilarten der ASV Karthause, dessen 38 Sportler in den beiden Stilarten immerhin 42 der insgesamt 72 Goldmedaillen gewinnen konnten. Den zweiten Platz in der Vereinswertung belegte in beiden Stilarten die WKG Metternich/Rübenach/Boden vor der WKG Untere Nahe. Vierter der Vereinswertung wurde der AC Mittel-/Kirchenbollenbach vor dem AC Oberstein.

Die Ergebnisse der Rheinland-Meisterschaften:

Freistil: https://www.liga-db.de/Turniere/LM/2019/DE/190120_Boden/indexGER.htm

Gr.-röm.: https://www.liga-db.de/Turniere/LM/2019/DE/190120_Boden1/indexGER.htm