DRB-Schwergewichtler Franz Richter steht am Samstagmorgen in der Hoffnungsrunde, wo er auf den Finnen Konsta Mäenpää treffen wird. Im Falle eines Sieges steht Richter im kleinen Finale. Dort wartet Osman Yildirim (TUR) auf den 21-jährigen Deutschen, der erst in diesem Jahr von den Junioren in die ältere Altersklasse der U23 aufrückte.

Am Freitagmorgen stand Franz Richter in seinem Auftaktduell Dmytro Kremeniev (UKR) gegenüber, den er gleich zum Beginn des Kampfes mit einem sehenswerten Wurf in die Ringerbrücke stellte. Da beide Kämpfer außerhalb der Kampfzone landeten, ging es im Stand weiter, doch Franz Richter baute den Vorsprung im Bodenkampf aus und sicherte sich gegen den Ukrainer im weiteren Kampfverlauf einen klaren 7:2-Punktsieg.
Nur wenige Minuten später traf Franz Richter im Viertelfinale auf den Iraner Aliakbar Yousofiahmadchali, der gute 15 Kilo mehr auf die Waage brachte als der deutsche Ringer. Nach einer undurchsichtigen Aktion am Mattenrand sprach das Kampfgericht dem Iraner zwei Punkte zu. Im weiteren Kampfverlauf wurde gegen Yousofiahmadchali eine Verwarnung ausgesprochen, da er sich zunehmend dem Kampf entzog. Doch dann war es der Gewichtsvorteil, mit dem der Iraner Franz Richter aus der Kampffläche drängte und den entscheidenen Punkt zum 3:2 holte.

Aliakbar Yousofiahmadchali drehte dann im Halbfinale gegen Osman Yildirim (TUR) einen 0:5-Rückstand in einen 7:6-Sieg und schob sich damit ins Finale. Damit räumte er zugleich Franz Richter den Weg in die Hoffnungsrunde frei. „Den Kampf gegen den Ukrainer hat Franz Richter bestimmt und die Marschroute gut eingehalten, was gegen den Iraner auf Grund des Gewichtsvorteils kaum möglich war“, so Bundestrainer Maik Bullmann, der schon auf den Samstagmorgen vorausblickt, wobei sich Richter über die Hoffnungsrunde noch ins kleine Finale um Bronze schieben kann.