Johannes Deml (86 kg/RWG Mömbris-Königshofen) kämpft am dritten Kampftag der U23-Weltmeisterschaft, die in Budapest ausgetragen wird, in der Hoffnungsrunde. Deml hatte in seinem Auftaktduell mit Gadzhimurad Magomedsaidov (AZE) gleich den Bronzemedaillengewinner der diesjährigen Europameisterschaft dieser Altersklasse vor der Brust, gegen den er vor allem im Bodenkampf chancenlos war. Der Aserbaidschaner schaffte es ins Finale und so kann Johannes Deml in der Hoffnungsrunde erneut ins WM-Geschehen eingreifen, wo er zunächst auf Ivan Nedealco (MDA) trifft, der bei den diesjährigen Europameisterschaften der Junioren den fünften Platz belegte und auch im Vorjahr bei den Weltmeisterschaften der Junioren mit dieser Platzierung glänzte. Sollte Johannes Deml sein Hoffnungsrundenduell gegen Nedealco gewinnen, steht er im kleinen Finale um Bronze dem Türken Osman Gocen gegenüber.

Ausgeschieden ist hingegen Ilja Matuhin (82 kg/1. Luckenwalder SC, siehe Bild), der ein großes Turnier gekämpft hat. In der Qualifikation ließ der Freistilspezialist dem Kirgisen Dinislambek Taalaibek Uulu beim vorzeitigen 10:0 durch technische Überlegenheit keine Chance und im Achtelfinale packte Matuhin gegen den Ukrainer Vasyl Sova gleich zum Beginn des Kampfes einen Schulterwurf aus und stellte den amtierenden Vize-Europameister dieser Altersklasse gleich einmal in die Ringerbrücke. Doch der Ukrainer kämpfte sich heraus und holte bis zum 5:6 zur Pause auf.
Mit zwei Beinangriffen ging Sova in der zweiten Runde des Duells selbst in Führung, als Matuhin kurz vor dem Schlusspfiff beim Stand von 6:9 alles auf eine Karte setzte und dann noch abgefangen und geschultert wurde. Der Ukrainer unterlag im Viertelfinale, verpasste damit das Finale und damit kann Ilja Matuhin auch nicht mehr in der Hoffnungsrunde weiterkämpfen. Er schied aus dem WM-Turnier aus.

Foto: Jörg Richter