Die Südost-Staffel in der DRB-Bundesliga geht mit acht Mannschaften in die neue Wettkampfzeit. Die Grizzly Nürnberg treffen in der neuen Saison 2018/2019 weiterhin auf altbekannte Gesichter.

Aus der Regionalliga Mitteldeutschland steigt der RSV Rotation Greiz auf. Der ASC Bindlach rückt als Vizemeister der bayerischen Oberliga nach, weil die zweite Mannschaft des SV Johannis Nürnberg als „Meister“ nicht aufsteigen kann. Weggebrochen ist die Fahrt nach Lübtheen. Das Team aus Mecklenburg-Vorpommern wurde der West-Staffel zugeordnet. „Wir haben durch den Aufstieg von Bindlach wieder ein schönes Frankenderby. Selbst Greiz hat eine gute Mannschaft“, betont Johannis-Vorstand Dino Noth und macht deutlich: „Durch den einen Kampf mehr und die neue Konstellation, dass nur die beiden Erstplatzierten und die zwei besten Drittplatzierten der drei Staffeln um den Titel kämpfen, wird die Sache nicht gerade einfacher.“ Man müsse, um in die Play-Offs zu kommen, richtig raufen. Denn die Attraktivität in der Staffel ist durch die Vielzahl an bayerischen Teams schon gegeben. Mit dem SV Wacker Burghausen, SV Siegfried Hallbergmoos, TSV Westendorf und den beiden schon bestehenden Ostteams, Erzgebirge Aue und WKG Pausa/Plauen, werden die Aufgaben der Norisstädter in keiner Weise einfach sein.

Neues Punktesystem

 Vielen Mannschaften spielt das neue Punktesystem, welches zur neuen Wettkampfzeit 2018/2019 eingeführt wird, in die Karten. Dies ist auch bei den Grizzlys der Fall. „Somit sehen wir nicht mehr den ganz so krassen Unterschied bei den Aufstellungen“, erzählt Noth. So wird jeder Ringer mit einer offiziellen DRB-Lizenz mit unterschiedlichen Punkten behaftet. Ein eigener deutscher Ringer wird künftig mit minus zwei, ein ausländischer Spitzenringer, der bei Welt- und Europameister sowie bei Olypmpia vertreten war, mit plus acht Zählern gewertet. Die Gesamtpunktzahl von 28 darf bei jedem Kampf nicht überschritten werden. Federführend für diesen Vorschlag und die Umsetzung war der ehemalige deutsche Spitzenringer Martin Knosp, der das System maßgeblich entwickelt hat. „Das bedeutet somit mehr Möglichkeiten in unserer Aufstellung“, so Dino Noth und verweist im gleichen Atemzug auf die enorm wichtige Nachwuchsarbeit. „Ziel ist es, unsere aufstrebenden Ringer langfristig in unser Team zu integrieren.“ In Bayern gehören Johannis Nürnberg und Westendorf bei der Gewinnung und Ausbildung von Ringern zu den Vorzeigevereinen schlechthin. Obwohl der Weltverband, die UWW, neue Gewichtsklassen eingeführt hat, haben sich sämtliche Bundesliga-Vereine dagegen ausgesprochen. So bleibt es weiterhin bei den bekannten Gewichtsklassen. Die neue Saison für die Grizzlys startet übrigens am 8. September. Die Hauptrunde endet am 15. Dezember 2018, ehe im Anschluss die Play-Offs starten.

Südost-Staffel: Burghausen, Hallbergmoos, Bindlach (Aufsteiger), Westendorf, Nürnberg, Pausa/Plauen, Aue, Greiz (Aufsteiger)

Nordwest-Staffel: Mainz, Neckargartach, Witten, Merken, Aachen/Walheim, Nackenheim, Kleinostheim, Lübtheen

Südwest-Staffel: Köllerbach, Riegelsberg, Heusweiler, Hüttigweiler, Adelhausen, Urloffen, Freiburg, Hausen-Zell