Die Ringer des SV Wacker Burghausen sind Meister der DRB-Bundesliga. Die Schützlinge um Wacker-Trainer Alexander Schrader unterlagen am Samstagabend zwar im Rückkampf beim KSV Köllerbach mit 12:14, hatten jedoch den Hinkampf in Burghausen klar mit 18:6 für sich entschieden und damit die Grundlage zum Meistertitel gelegt.

In der Hermann-Neubergerhalle Völklingen baute der SV Wacker Burghausen die Führung zunächst noch aus, Mariusz Los (57 kg/GR) benötigte nur 45 Sekungen zum 16:0-Überlegenheitssieg über den erst 16-jährigen KSV-Nachwuchsringer Sergio Schäfer, Beca Lomtadze (61 kg/FR) und Ramsin Azizsir (98 kg/GR) sorgten mit weiteren Wacker-Siegen für die 8:7-Pausenführung der Bayern, während Oleksandr Khotsianivskyi (125 kg/FR) mit dem Schlussgong den 16:0-Überlegenheitserfolg über den 21 kg leichteren Burghausener Erik Thiele erkämpfte, der Köllerbach 4 Mannschaftspunkte brachte. Das Saarländische Eigengewächs Etienne Kinsinger (66 kg/GR) steuerte mit seinem 8:0-Erfolg über Andreas Maier drei Zähler zum knappen Halbzeitresultat bei.

Zum Beginn der zweiten Hälfte des Kampfabends sorgten Istvan Vereb (86 kg/FR) und Mihail Sava (71 kg/FR) mit ihren Siegen für die 13:8-Führung der Gastgeber, doch Burghausens Urgestein Matthias Maasch (80 kg/GR) ließ auch die letzten Hoffnungen der Saarländer platzen, mit einem 8:0-Punktsieg über Marc-Antonio von Tugginer- und den damit verbundenen drei Mannschaftspunkten, sicherte er seiner Mannschaft vorzeitig den Meistertitel. Obwohl der Meistertitel damit vergeben war, erlebten die knapp 1500 Fans in der Hermann Neuberger-Halle in Völklingen noch zwei umkämpfte Duelle im Weltergewicht. So erkämpfte Köllerbachs Timo Badusch (75 kg/GR) gegen Michael Widmayer einen knappen 2:2-Puntsieg, bedingt durch die höhere Wertung und revanchierte sich damit für die erlittene Niederlage vor einer Woche. Vizeweltmeister Magomedmurad Gadzhiev (75 kg/FR) setzte gegen Köllerbachs Routinier Andriy Shyyka mit einem 3:2-Punktsieg den Schlusspunkt, der im Freudentaumel seiner Teamgefährten und der vielen, mitgereisten Fans unter ging. Köllerbach gewann den Rückkampf zwar mit 14:12, doch hatte der SV Wacker Burghausen in der Addition beider Begegnungen die Nase klar vorn.  „Es war die geschlossene Mannschaftsleistung, die den Ausschlag zum Titelgewinn gab, jeder Einzelne hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt, damit ist der SV Wacker Burghausen verdient DRB-Bundesligameister geworden“, gratulierte DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis dem ersten Titelträger der in dieser Saison neu geschaffenen, höchsten Kampfklasse des Deutschen Ringer- Bundes. Trainer Alexander Schrader: „… jetzt feiern wir hier noch etwas mit den Fans, dann geht es auf die lange Heimfahrt, bei unserer Ankunft geht es in Burghausen gleich weiter, wir haben ein Lokal gemietet“.