Erik Thiele vom SV Wacker Burghausen schreit seine Freude heraus: Die Ostbayern stehen so gut wie sicher als neuer Deutscher Mannschaftsmeister fest. Gegner Köllerbach benötigt im Rückkampf gegen den Südost-Staffelsieger noch ein Wunder. Foto: Peter Thurner Sportworld

 

Der SV Wacker Burghausen hat den Final-Hinkampf gegen den KSV Köllerbach mit 18:6 gewonnen und damit den Titelkampf in der mit weit über 1000 Zuschauern ausverkaufter Sportparkhalle, so gut wie entschieden.

Wegweisend war vor allem das deutsch-deutsche Duell zwischen den beiden, deutschen Hoffnungsträgern Erik Thiele und Gennadij Cudinowic im Halbschwergewicht bis 98 kg, wobei KSV-Ringer Cudinovic mit 2:0 in Führung ging. Thiele konnte in der 2. Kampfrunde jedoch zum 2:2 ausgleichen und gewann bedingt durch die letzte- und höhere Wertung einen Mannschaftspunkt für Burghausen hinzu. Zwar erkämpfte der Ungar Laszlos Szabo (86 kg/GR) kurz nach der Halbzeitpause gegen Burghausens Routinier Eugen Ponomartschuk zwei Mannschaftspunkte für Köllerbach zum  6:9-Anschluss, doch dann ließ Burghausen die Muskeln spielen, Matthias Maasch (71 kg/GR), der deutsche Meister Benjamin Sezgin (80 kg/FR), Vize-Europameister Magomedmurat Gadziev (75 kg/FR) und nicht zuletzt der junge Michael Widmayer (75 kg/GR) bauten mit Siegen den Vorsprung der Bayern bis auf 18:6 aus.

Zwar schaffte es der KSV Köllerbach im Halbfinale gegen den TuS Adelhausen einen 11:20-Rückstand mit einem 17:7 vor heimischer Kulisse in einen Gesamtsieg zu verwandeln, doch sind die 12 Punkte von Burghausen ein noch größeres Polster für die Mannschaft um Wacker-Trainer Schrader, zudem Burghausen in der Rückrunde bislang noch stärker stand. Auch Burghausen hatte im Halbfinale einen 10:14-Rückstand aus dem Heimkampf, eine Woche später beim ASV Mainz 88 in einen 18:11-Sieg verwandelt und mit dieser grandiosen Auswärtsleistung überhaupt erst den Einzug ins Finale geschafft. Jetzt winkt dem SV Wacker Burghausen nach dem 18:6-Final-Heimsieg der erste Mannschafts-Meistertitel der Vereinsgeschichte.