Vor einem schweren Gang steht das DRB-Bundesligateam der WKG Pausa/Plauen am Samstag, denn die Vogtländer müssen zum Start in die Rückrunde beim Titelverteidiger SV Wacker Burghausen antreten. Im Hinkampf unterlagen die Schützlinge des Trainergespannes Silvio Hoffmann/Denny Schulz mit 8:27, nur die beiden Neuzugänge Said Gadzimagomedov und Kamil Skaskiewicz gewannen ihre Kämpfe und holten Punkte auf das Konto der WKG.

„Wir unterschätzen keine Mannschaft, wenn die WKG Pausa/Plauen mit voller Mannschaft auf die Matte trifft, kann sie in dieser Staffel auf Augenhöhe mitkämpfen“, so Mannschaftsleiter Rene Klimars beim Kampf in Pausa. Doch die WKG Pausa/Plauen hatte über die gesamte Hinrunde hinweg arge Besetzungsprobleme, zur Halbzeit der Hauptrunde stand nur ein Sieg zu Buche, der in Westendorf erkämpft wurde. Die Schere klafft auch in finanzieller Hinsicht weit auseinander, da kann auch ein neuartiges Punktesystem nicht viel helfen, denn die Vereine mit dem größten Etat’s können sich dann eben auch deutsche Athleten ins Boot holen und so die Gesamt-Mannschaftspunkte, die den Höchststand von 28 Zählern je Mannschaft nicht überschreiten dürfen, tief zu halten. So holte sich vor allem Burghausen mit Fabian Schmitt (aus Nürnberg) und Johann Steinforth (kam aus Markneukirchen nach Burghausen) deutsche Spitzenringer, die mitunter auch in der Lage sind, in dieser Staffel, gegen internationale Spitzenringer der anderen Teams auf Augenhöhe zu kämpfen.

Die WKG Pausa/Plauen mit vergleichsweise kleinem Etat hat hingegen eine große Talentschmiede, aus der geschöpft werden kann. „Natürlich können Tobias Knittel, oder Jonas Valtin hier nicht mithalten, doch lass’ sie doch Kampferfahrungen sammelt, dann sieht es in zwei-, drei Jahren anders aus“, so Silvio Hoffmann, der den jungen Nachwuchsringern immer wieder Einsatzmöglichkeiten gibt. Mit dem Rückrundenstart wechseln auch die Gewichtsklassen, das heißt die leichteste Kategorie bis 57 kg startet im griechisch-römischen Stil, weiter geht es dann mit 130 kg im freien Ringkampf. Der erste Heimkampf der Rückrunde wird am 11. November in der Schulsporthalle Pausa ausgetragen, zu Gast ist dann der Lieblingsgegner der WKG-Ringer, der TSV Westendorf.

Und genau diesen Gegner hat zum Rückrundenauftakt der RSV Rotation Greiz vor der Brust. Zum Saisonstart beeindruckte die Mannschaft des Greizer Trainers Tino Hempel die gesamte Ringerfamilie mit einem 27:2-Kantersieg gegen die Kämpfer aus dem Allgäu. Vor großer heimischen Kulisse will Westendorf nun ein solches Debakel verhindern.  Die Mannschaft von TSV-Trainer Klaus Prestele gewann am letzten Hinrundenkampftag, kurz vor der WM-Pause gegen den FC Erzgebirge Aue die ersten Siegpunkte, angesichts eines knappen 14:13-Erfolgs. Großer Rückhalt des TSV Westendorf sind die beiden ausländischen Verstärkungen Daniel Gastl (AUT) und Zakarias Tallroth (SWE). Greiz hingegen unterlag im letzten Hinrundenkampf mit 8:23, allerdings beim Titelverteidiger SV Wacker Burhgausen. Gegen Westendorf wollen die Vogtländer zurück in die Erfolgsspur und sich wieder näher an die Doppelspitze mit Burghausen und Hallbergmoos heran schieben. Auch in Greiz steht angesichts des Stilartenwechsels neues Personal auf der Matte. So könnte im schwersten Limit bis 130 Kilogramm, dann im Freistil Magomedgadji Nurov (MKD) zum Einsatz kommen, der bei den Weltmeisterschaften in Budapest für Mazedonien antrat.

Bild: Nach seinem WM-Einsatz in Budapest könnte WM-Bronzemedaillengewinner Gevorg Sahakyan ab Samstag nun wieder für die WKG Pausa/Plauen punkten.

Foto: J. Richter