Nachdem die deutschen Freistilringer mit nur einem Sieg aus fünf Kämpfen und damit ohne Medaille von den Weltmeisterschaften aus Budapest abreisten, lasten die Hoffnungen der vielen, deutschen Fans, die in die ungarische Hauptstadt gereist sind, nun auf den Schultern der DRB-Damen. Doch alles Daumendrücken half nur bis zum Viertelfinale im schwersten Limit, als Aline Focken (76 kg/KSC Krefeld) gegen die Olympiasiegerin von 2016 in Rio Erica Wiebe (CAN) mit 4:6 Punkten unterlag, nachdem die deutsche Ringerin (Weltmeisterin 2014 in Taschkent) schon mit 4:1 führte. Die Kanadierin konterte alle weiteren Beinangriffe von Aline Focken und drehte die Begegnung zu ihren Gunsten.

In der Qualifikation ließ Aline Focken der Ukrainerin Anastasiia Schustowa keine Chance und gewann mit 12:0 vor Ablauf der Kampfzeit. Im Achtelfinale setzte sich die Krefelderin gegen Cynthia Vescan (FRA) mit 4:0 Wertungspunkten durch und stand damit im Viertelfinale, wo sie auf Erica Wiebe traf.

Nach der 4:6-Niederlage gegen die Ringerin aus Kanada, muss Aline Focken auf einen Halbfinalsieg von Erika Wiebe hoffen, denn dann kann die DRB-Ringerin am Mittwochmorgen in der Hoffnungsrunde erneut ins Kampfgeschehen eingreifen. Allerdings steht die Kanadierin der dreifachen Weltmeisterin Adeline Gray (USA) gegenüber.

Ausgeschieden sind bereits nach den Auftaktbegegnungen Anna Schell (68 kg/RLZ Aschaffenburg), die gegen die Nigerianerin Blessing Oborududu mit 2:12 Wertungspunkten verlor. Auch für Maria Selmaier (72 kg/KSC Motor Jena) ist das WM-Turnier bereits beendet, die Ringerin aus Jena hielt gegen Naruha Matsuyuki (JPN) zunächst gut mit und ging mit 1:0 in Führung. Doch dann verlor Maria Selmaier in Runde zwei den Faden und die Japanerin kam am Ende noch zum 4:1-Erfolg.

Da  Blessing Oborududu und auch Naruha Matsuyuki  das Finale verfehlten, können Anna Schell und Maria Selmaier auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde neu starten und schieden aus.

Foto: Jörg Richter (Enttäuschung bei Aline Focken)