Bei den Weltmeisterschaften der Ringer klebt das Pech weiter an den Ringerschuhen der deutschen Athletinnen und Athleten. Nachdem Nina Hemmer (53 kg/AC Ückerath, siehe Bild, Vordergrund – Foto: Jörg Richter) und Luisa Niemesch (62 kg/SVG Weingarten) am Morgen des 4. Wettkampftages Niederlagen quittieren mussten, unterlagen auch ihre Gegnerinnen Diana Weicker (CAN) und Yulia Tkach (UKR) in den Halbfinalbegegnungen, verpassten damit den Einzug ins Finale und so können die beiden DRB-Ringerinnen auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde erneut ins Kampfgeschehen eingreifen und schieden aus. Damit warten die vielen, mitgereisten deutschen Fans weiter auf die erste WM-Medaille.

Dabei war vor allem Nina Hemmer am Morgen gut in das Turnier gestartet, die Ringerin schulterte in ihrem Auftaktduell die amtierende Weltmeisterin Vanesa Kaladzinskaya (BLR), unterlag jedoch im Viertelfinale hauchdünn  und auch umstritten gegen Diana Weicker (CAN) mit 7:10.

Luisa Niemesch (62 kg/SV Weingarten) musste gleich in ihrem Auftaktkampf eine 2:3-Niederlage gegen die Vizeweltmeisterin von Paris 2017  Yulia Tkach (UKR) quittieren und schied ebenfalls aus, da die Ringerin aus der Ukrainer im Halbfinale gegen die Japanerin Susaki nach einer 3:0-Führung, in Runde zwei noch mit 3:4 unterlag. „Wir waren gut vorbereitet, hatten bei den Poland-Open gute Ergebnisse erzielt“, schüttelt Frauen-Bundestrainer Patrick Loes den Kopf, hatte er sich und dem Frauenteam zumindest eine Medaille gewünscht. „Aline Focken braucht noch etwas nach dem Wechsel in die höchste Kategorie, Luisa Niemesch sehe ich an 5.- oder 6. Stelle hinter der Spitze und Nina Hemmer hat ja mit dem Schultersieg über die Weltmeisterin gezeigt, dass sie mit der Spitze mitringen kann, während Luisa Niemesch die Kanadierin bei den Poland-Open auch schon besiegt hat“, sieht Loes vor allem eine weitaus breitere Spitze, als noch in den letzten Jahren, machten aus seiner Sicht vor allem die Lateinamerikanerinnen viel Boden gut.

Nach den Freistilringern reisen nun auch die deutschen Damen ohne Edelmetall nach Hause, nun lasten die Hoffnungen auf den Schultern der Griechisch-Römisch Spezialisten um Weltmeister Frank Stäbler (72 kg/KSV Musberg) und Denis Kudla (85 kg/VfK Schifferstadt), die ab Donnerstag das letzte Drittel der Titelkämpfe einläuten.

Foto: Jörg Richter