Doppel-Weltmeister Frank Stäbler (72 kg/KSV Musberg, Foto: Jörg Richter) steht bei den Weltmeisterschaften der Ringer in Budapest (HUN) im Halbfinale.

Mit einer eindrucksvollen Aufholjagd bezwang Stäbler in einer Neuauflage des Vorjahresfinals den Kasachen Demeu Zhadrayev mit 10:6-Punkten. Dabei lag Stäbler schon mit 0:5-Punkten zurück, doch dann warf der Musberger die Maschine an und punktete mit sehenswerten Würfen.

Bereits in den vorangegangenen Begegnungen brillierte Stäbler, der sein Vorhaben, nach den Titelgewinnen 2015 und 2017 das Tripple zu erreichen, bislang mit schönen Techniken und gewohnt großem Kampfgeist umsetzte.

Dabei hat er kein gutes Los erwischt, in seiner Gruppe tummeln sich die stärksten Athleten, wobei Stäbler in der Qualifikation Giorgi Khutchua (GEO) mit 12:3 technisch überlegen bezwang und anschließend auch gegen den starken russischen Ringer Abuiazid Mantsigov mit 3:3 Zählern-, bedingt durch die zuletzt vergebene Wertung gewann.

Mit Roland Schwarz (82 kg/ASC Bindlach) stand ein weiterer deutscher Griechisch-Römisch-Spezialist kurz vor einer Sensation, der erst 22-jährige Sportsoldat katapultierte sich mit zwei vorzeitigen Siegen ins Viertelfinale. In der Qualifikation warf er den Moldawier Viorel Burduja mit 12:1 sprichwörtlich aus dem Rennen und auch das Achtelfinale gewann der Ringer, der in Bindlach das Ringer-A-B-C erlernte, gegen den Japaner Yuya Maeta mit sehenswerten Würfen.

Erst im Achtelfinale wurde der Schützling von Bundestrainer Michael Carl von Atabek Azisbekov (KGZ) mit 2:8-Punkten gestoppt. Wenn der Kirgise seinen Halbfinalkampf am Abend gewinnt und ins Finale einzieht, kann Schwarz am Freitagmorgen in der Hoffnungsrunde weiter kämpfen.