Knapp an die 40 Grad sind es derzeit tagsüber in Doha und auch nachts kühlt es kaum ab. Im Wüstenstaat Katar stehen bis zum 16. Oktober die World Beach Games auf dem Programm. Auch aus Österreich sind fünf Teilnehmer mit dabei. Die einzige Ringerin kommt aus Vorarlberg. Jeannie Kessler vom KSK Klaus greift am Dienstag ins Geschehen ein.

An die klimatischen Bedingungen werden sich die Sportler und Trainer wohl nie gewöhnen können. „Es ist bei uns so heiß, dass wir sogar ein Training nach 30 Minuten abbrechen mussten“, verweist RSVV-Landestrainer und ÖRSV-Nationalcoach Kai Nöster, der Kessler in Doha betreut, auf den extrem heißen und trockenen Sand. Eine Abkühlung im wenige Meter entfernten Persischen Golf ist nicht vorhanden. „Mit 34 Grad haben wir Badewasser-Temperatur“, erzählt Nöster. Allerdings ist die Organisation perfekt. Funktionäre, Betreuer und Athleten werden zu den Sportstätten gefahren. Es stehen ausreichend Getränke zur Verfügung. Nun kommt es darauf an, ob Jeannie Kessler mit den klimatischen Bedingungen auch zurechtkommt. Die Temperaturen werden der härteste Gegner sein. „Ich bin fit, bin zuversichtlich und freue mich wahnsinnig auf die Wettkämpfe“, strotzt die Klauserin voller Motivation und Energie. Schließlich geht die Vorarlberger nicht als Außenseiterin in den Wettkampf. Sie qualifizierte sich im Oktober 2018 bei den Beach World Championchips im türkischen Sarigerme für Doha. Im Limit bis 60 Kilo gewann sie die Bronzemedaille. Für Kai Nöster sei es nicht nur ein normales Turnier, es sei das Sahnestückchen, nämlich die Beach-WM. „Das haben wir uns hart erarbeitet.“ Kessler wird auf starke Gegenwehr stoßen. Nationen wie Brasilien, Italien und die Ukraine wollen und werden ebenfalls um die Medaillen kämpfen. Die effektive Kampfzeit beträgt nur drei Minuten. Bei einer gut ausgeführten Aktion, beispielsweise bei einem Ausheber oder einer Wurftechnik, ist der Kampf vorzeitig beendet.